Freitag, 5. September 2014

Training nach dem Armbruch & Heute

Ich hatte euch in meinem letzten Post zu meinem Armbruch ja versprochen, dass ich euch auch an meinen weiteren Erfahrungen teilhaben lassen wollte, nachdem der Bruch soweit geheilt war.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich froh darüber bin, wie gut mein Körper die Verletzung weggesteckt hat. Ich habe weiterhin keine regelmäßigen Probleme mit Bewegungen des Arms und kann ihn ganz strecken, obwohl das die häufigste zurückbleibende Beschwerde nach einem solchen Bruch ist. Auch ins Training konnte ich relativ schnell wieder einsteigen.
Natürlich musste ich am Anfang Abstriche machen und konnte nach fast zwei Monaten Pause nicht wieder so ins Training einsteigen, wie ich es vorher getan hatte. Es hat sich allerdings als richtige Entscheidung herausgestellt, dass ich mich für ein 10km-Rennen angemeldet und somit meinen Fokus beim Training vor allem auf das Joggen bzw. meine Beinmuskeln gelegt habe.
Zusätzlich zu drei Mal in der Woche Joggen habe ich bis Ende Juni (also gute drei Monate nachdem ich offiziell geheilt war) einmal in der Woche Yoga und einmal in der Woche Krafttraining für die Arme gemacht. So konnte ich meine Arme trainieren und ihnen gleichzeitig genug Ruhetage lassen, wo sich die Muskeln (und insbesondere die Sehnen usw. im linken Arm) regenerieren konnten.
Beim Krafttraining musste ich meine Gewichte stark vermindern. Ich habe v
orher mit 4kg-Gewichten gearbeitet und hätte vermutlich schon länger auf 6kg umsteigen können. Nach meinem Wiedereinstieg stellten schon die 4kg eine Herausforderung in den meisten Übungen dar und ich musste oft auf 3 oder nur 1,5kg ausweichen. Gerade die Brust-, Rücken- und Schultermuskeln stellten sich sehr schnell wieder auf die neue Belastung ein. Unser Körper hat ja ein Muskelgedächtnis, deshalb werden die Muskeln, die wir einmal hatten, bei neuem Training relativ schnell wieder aufgebaut.
Schwieriger war es beim Bizeps und beim Trizeps. Vor allem der Bizeps im linken Arm hatte mich ja schon in meiner Eingewöhnungsphase und bei der Physiotherapie sehr geärgert. Er verkrampft leider immer noch sehr leicht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Übungen muss ich hier das Gewicht immer noch relativ gering halten und konnte mich in den letzten Wochen gerade mal von 3 auf 4kg für Bicep Curls etc. steigern. Wohlgemerkt: Die 4kg habe ich letzte Woche das erste Mal seit langem wieder versucht und auch nur 5 Wiederholungen pro Set geschafft (normalerweise gehe ich auf 8-12 Wiederholungen).
 Wenn ich schwer mit dem linken Arm trage, merke ich die Belastung auch immer noch besonders stark. Gerade in den letzten Tagen meldet sich der Arm immer wieder. Laut meinem Physiotherapeuten liegt das daran, dass sich der Ellebogen gerade bei so einem Radiusköpfchenbruch nie komplett regeneriert. Die Muskeln darum übernehmen die Aufgaben des Ellebogens und shcützen das Gelenk, sodass sie immer angespannt und somit mehr belastet sind. Vermutlich kommt die aktuelle Überreizung davon, dass ich nach dem Lauf wieder mit häufigerem Krafttraining angefangen habe und der Arm auch beim Beintraining durch das alleinige Halten der Gewichte stark belastet sind.
In Zukunft muss ich also noch mehr darauf achten, dass ich meinem Arm genug Erholungspausen gönne und vermehrt dehne. Glücklicherweise kann ich aber regelmäßig Mobilisierungen von meinem Physiotherapeuten in Anspruch nehmen. Insgesamt hatte ich aber noch sehr viel Glück mit meinem Bruch - und kann im Training wieder voll durchstarten.

Bildquellen: Eigenes Bild, Andrea Kusajda  / pixelio.de

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