Sonntag, 26. Oktober 2014

Wanted: Olivenöl

Olivenöl ist nicht nur ein Klassiker in der mediterranen Küche, sondern auch bei vielen Menschen, die gesundheitsbewusst kochen wollen. Die Vorteile des Olivenöls sind uns allen bekannt - aber seid ihr sicher, dass das die einzigen Vorteile von Olivenöl sind?

Was ist Olivenöl?

Olivenöl entsteht durch das Auspressen vom Fruchtfleisch und Kern von Oliven. Es ist eines der ältesten, bekanntesten und beliebtesten Öle auf der Welt. Produziert wird das Olivenöl immer noch vor allem in den Mittelmeerländern, vor allem in Spanien und Italien. Olivenöl kann grünbraun bis hellgelb sein und wird bei uns häufig noch mit anderen Kräutern für besondere Geschmackserlebnisse versetzt.
Die Qualität des Olivenöls ist von der Gewinnung abhängig. Schonend, kalt gepresstes Olivenöl schlägt hier die raffinierte Sorten. Im Supermarkt sollte daher zwischen (extra) nativem Olivenöl (beide kaltgepresst, ersteres enthält nur Öl aus erster Pressung) und normalem Olivenöl (Mischung aus raffiniertem und kaltgepressten Olivenöl) unterschieden werden.

Warum Olivenöl?

Wir alle wissen, dass Olivenöl sehr viele ungesättigte Fettsäuren enthält. Die ungesättigten Fettsäuren sind gesund für unseren Körper, weil er sie selbst nicht produzieren kann. Zudem senkt Olivenöl durch die ungesättigten Fettsäuren den Cholesterinwert. Doch warum sind dann nicht auch Sonnenblumen- oder Distelöl für ihre ungesättigten Fettsäuren so bekannt wie Olivenöl? Ganz einfach: Sie enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die das böse LDL-Cholesterin senken, aber leider auch das gute HDL-Cholesterin. Olivenöl mit seinen einfachen ungesättigten Fettsäuren hingegen senkt nur das LDL-Cholesterin. Außerdem wird ihm nachgesagt, dass es Depressionen, Diabetes, Tumorbildungen und Übergewicht verhindert.
Zudem enthält Olivenöl wertvolle Antioxidantien.

Wie wird Olivenöl genutzt?

Wir alle haben schon mal gehört, dass man Olivenöl nicht zum Braten einsetzen soll. Doch das stimmt nur bedingt. Die meisten nativen Olivenöle kann man bis zu 180°C erhitzen. Das entspricht etwa der Temperatur, bei der man Fleisch anbrät. Übrigens lässt sich ganz leicht testen, ob das Öl die 180°C erreicht hat: Einfach einen Tropfen Wasser in die Pfanne zum Öl geben. Wenn es laut zischt, hat das Öl die Temperatur erreicht. Raffinierte Olivenöle können bis zu 210°C erhitzt werden und sind somit sogar zum Frittieren geeignet. Allerdings gehen beim Raffinieren viele gute Eigenschaften des Öls auch schon verloren.
Ob man mit Olivenöl brät oder nicht, ist wohl Ansichtssache, allerdings ist es immer eine Überlegung wert, ob man das teure Olivenöl wirklich zum Braten verwenden will, wo sich auch ein Teil seines einzigartigen Aromas verliert. Ansonsten ist Olivenöl nämlich ein toller Geschmacksträger für Salatdressings.Aber auch äußerlich wird Olivenöl oft z.B. in der Hautpflege angewendet, um trockene Haut zu pflegen. Auch trockene Spitzen in den Haaren sollen von dieser Eigenschaft profitieren.

Übrigens 
  • Olivenöl sollte immer dunkel und kühl aufbewahrt werden, da das Chlorophyll, das dem Olivenöl seine grüne Farbe gibt, sehr lichtempfindlich ist.
  • Der höchste Anteil der biologisch produzierten Olivenöle kommt aus Tunesien. In Spanien liegt dieser Anteil bei nur 1%.
  • Auf Kreta wurde das erste Olivenöl vermutlich schon ca. 3500 v. Chr. gewonnen.

Bildquellen: w.r.wagner, Katharina Wieland Müller  / pixelio.de

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