Sonntag, 9. November 2014

Countdown: 10 Wege, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden

Jeder Deutsche wirft pro Jahr etwa 82kg Lebensmittel weg. Gleichzeitig haben 842 Millionen Menschen weltweit nicht genug zu essen. Es ist müßig nun zu überlegen, wie viele Menschen von unserem "Müll" satt werden können, da Verteilung von Ressourcen, Transport usw. auch noch da mit hineinspielen. Aber wir können wenigstens einen kleinen Beitrag dazu leisten, dieses Ungleichgewicht zu verringern, indem wir unsere Lebensmittelverschwendng verringern. Das fällt aber nicht allen einfach, deshalb habe ich hier zehn Tipps.
  1. Stellt einen Kochplan auf, statt immer nach dem Zufallsprinzip zu kochen. Überlegt euch ganz genau, welche Zutaten (und wie viel davon!) ihr braucht und kauft genau diese Menge ein.
  2. Der Tiefkühlschrank ist euer bester Freund. Denn große Reste könnt ihr einfach einfrieren und zu einem anderen Zeitpunkt essen. Spart Zeit, Nerven und Abfall.
  3. Esst Reste. Die meisten kleinen Reste lassen sich wunderbar zu einer neuen Mahlzeit kombinieren. Ich esse z.B. meistens einmal am Tag einen Salat, zu dem ich dann gern auch noch die Reste des Abendessens vom Vortag esse. Übrig gebliebenes Gemüse passt wunderbar in den Salat, den Rest gibt es als Beilage. Ihr könnt aber auch einmal in der Woche statt einer neuen Mahlzeit einfach ein Resteessen einplanen.
  4. Geht am Wochenende oder abends einkaufen. Dann gibt es frische Ware oft sogar günstiger, weil auch die Supermärkte die Lebensmittel los werden (und verkaufen) wollen, anstatt sie in den Müll zu werfen.
  5. Überprüft regelmäßig eure Vorräte. Abgelaufene Sachen sind zwar nicht unbedingt schlecht, aber es schadet auch nichts, die Sachen vor dem Verfallsdatum zu essen, statt neue zu kaufen.
  6. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist keine Verzehrempfehlung. Das heißt, ihr könnt die Lebensmittel auch dann noch konsumieren, wenn sie offiziell abgelaufen sind. Schaut, riecht und probiert ein wenig, ob die Lebensmittel noch normal sind. Wenn ja, spricht nichts dagegen, sie noch zu essen (große Ausnahme: Fleisch!). Gerade Nudeln und Reis halten sich, kühl und trocken gelagert, noch sehr lang nach dem Ablaufen.
  7.  Kauft nicht blind nach Angeboten. Drei Dosen Kidneybohnen werdet ihr vielleicht essen können, bevor sie schlecht sind, hängen euch dafür zum Hals raus und keimen, bevor ihr sie aufbrauchen könnt. Überlegt genau, ob sich das Angebot für euch lohnt und es nicht im sinnlosen Wegwerfen endet.
  8. Führt eine Zeit lang Notizen darüber, welche Lebensmittel ihr wegschmeißt. Hier lohnt es sich, probeweise weniger zu kaufen und zu schauen, ob ihr auch damit auskommt.
  9. Auch beschädigtes Obst und Gemüse kann man meist noch essen. Einfach großzügig um die beschädigte Stelle schneiden und den Rest genießen. Die einzige Ausnahme gilt hier, wenn das Produkt schimmelt, da Schimmelsporen auch schon (unsichtbar) im Rest des Produkts stecken können.
  10. Richtet euren Essensplan (s.o.) danach, welche Vorräte ihr noch zuhause habt und wie ihr die Lebensmittel aufbraucht. Wenn für ein Gericht nur eine halbe Stange Porree gebraucht wird, plant die andere Hälfte in einem anderen Gericht ein oder sucht gezielt ein Gericht für den Plan, wenn ihr noch einen Sack Kartoffeln zuhause habt.
Bildquellen: nimkenja, Meike Pantel, Günter Havlena  / pixelio.de

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