Sonntag, 16. November 2014

Guten Abend, gute Nacht - was kurzfristig hilft

Wir alle kennen das Gefühl - man wälzt sich stundenlang im Bett, zerwühlt Kopfkissen und Decke, hat schon abertausende Schäfchen gezählt und kann doch nicht einschlafen. Mit Schlafproblemen ist man heute nicht mehr allein. Bei chronischen Schlafstörungen (jede Nacht über vier Wochen Probleme) sollte man Absprache mit dem Arzt halten, ob es sich um ein körperliches oder psychisches Problem handelt, das anders behandelt werden muss.
Wie ihr langfristig Schlafprobleme beheben könnt, habe ich euch schon geschildert. Jetzt geht es darum, wie ihr kurzfristig dafür sorgen könnt, dass ihr binnen weniger Minuten doch einschlaft.

Was umgibt euch?

Sorgt dafür, dass euer Schlafzimmer möglichst ruhig und dunkel ist. Idealerweise wird es nur zum Schlafen und andere Schlafzimmeraktivitäten genutzt. Wenn dem nicht so ist und ihr nicht schlafen könnt, ist es nicht sinnvoll, den Fernseher anzuschalten oder auf Instagram rumzuhängen, um müde zu werden. Denn das bläuliche Licht der Monitore macht euch eher wieder wach.
Stattdessen solltet ihr das Bett (und das Schlafzimmer) verlassen, wenn ihr nicht binnen 10-20 Minuten einschlaft. Hört ruhige Musik oder lest etwas (analog), bis ihr müde werdet. Erst wenn euch fast schon die Augen zufallen, begebt euch wieder in euer Bett und startet einen neuen Versuch. Wenn es klappt, herzlichen Glückwunsch, wenn nicht, wird die ganze Prozedur wiederholt.

Was ihr selbst tun könnt


Ich habe zwar davon abgeraten, abends Sport zu machen, weil es wieder wach macht, aber eine Ausnahme gibt es: Training für die Beinmuskeln. Denn dadurch wandert das Blut vom Kopf in die Beine, was müde macht. Einen ähnlichen Effekt hat eine heiße Wärmflasche oder ein Körnerkissen an den Füßen.
Wärme kann generell sehr gut beim Einschlafen helfen. Nehm eine heiße Dusche oder ein heißes Bad, um müde zu werden. Am besten kombiniert man das mit einer Art Aroma-Therapie mit Lavendel, z.B. im Duschgel oder als Badezusatz. Ätherisches Lavendelöl macht sich auch auf dem Kissenbezug sehr gut.
Auch eine einfache Atemübung kann helfen, um wieder ruhig zu werden. Zählt bei jedem Ein- und Ausatmen bis zehn und fangt dann wieder von vorne an. Also Einatmen - Eins, Ausatmen - Zwei, Einatmen - Drei, ..., Ausatmen - Zehn, Einatmen - Eins, usw. Das fokussiert eure Gedanken auf euren Atem und weniger auf Sorgen und Ängste.

Kleine Helfershelfer

Bekanntestes Mittel gegen Schlaflosigkeit ist die heiße Milch mit Honig. Es ist zwar nicht wissenschaftlich erwiesen, warum die beim Einschlafen hilft, aber sehr wohl, dass sie es tut. Vielleicht handelt es sich nur um einen Placebo-Effekt, aber selbst der ist ja besser als nichts!
Hingegen erwiesen ist der Effekt von Kamillentee. Der hat eine beruhigende Wirkung und hilft beim Einschlafen (auch wenn er furchtbar schmeckt).
Weniger bekannt ist, dass auch Magnesium beim Einschlafen helfen kann, weil es das Level der Stresshormone senkt.
Wer ganz sicher gehen will, kann sich aber auch vorsorglich natürliche Schlaftabletten oder -tees in der Apotheke oder Drogerie mit Melisse, Hopfen und/oder Baldrian holen. Dies sollte aber die Ausnahme bleiben und mit einem Arzt abgeklärt werden.

Bildquellen: Olaf Barth, Petra Bork, Bernd Kasper  / pixelio.de

Kommentare:

  1. Kamillentee schmeckt doch super lecker?

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    1. Sorry, der ist einfach nicht meins ;) Aber umso besser, wenn er Dir schmeckt!

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