Mittwoch, 12. November 2014

Guten Abend, gute Nacht - was langfristig hilft

Wir alle kennen das Gefühl - man wälzt sich stundenlang im Bett, zerwühlt Kopfkissen und Decke, hat schon abertausende Schäfchen gezählt und kann doch nicht einschlafen. Mit Schlafproblemen ist man heute nicht mehr allein. Bei chronischen Schlafstörungen (jede Nacht über vier Wochen Probleme) sollte man Absprache mit dem Arzt halten, ob es sich um ein körperliches oder psychisches Problem handelt, das anders behandelt werden muss. Ansonsten könnt ihr mit diesen Tipps herausfinden, wie ih langfristig besser schlafen könnt. Ein weiterer Artikel zu kurzfristigen Tipps wird bald folgen.

Einen Rhythmus schaffen

Der Schlafrhythmus wird bei den meisten von uns von vielem beeinflusst - Fernsehsendungen, spannende Bücher, interessante Gespräche, Mahlzeiten, Deadlines von Uni, Schule und Arbeit... Dabei fehlt nur eines: Die Konsistenz. Bei den meisten von uns ändert sich der Schlafrhythmus täglich oder zumindest am Wochenende. Für unseren Körper ist das Stress pur, denn mit jeder Veränderung des Rhythmus bringen wir auch das feine Gleichgewicht von Schlaf- und Stresshormonen (Melatonin und Cortisol), die uns einschlafen lassen bzw. wach halten. Für den Körper ist es am besten, wenn er sich auf einen Rhythmus einpendeln kann - für eine längere Zeit. Das heißt, dass dieser Rhythmus auch am Wochenende und im Urlaub konsequent eingehalten werden sollte. Belohnung ist ein besserer Schlaf und natüliche Müdigkeit bzw. Wachheit.
Übrigens kann man auch von zu viel Schlaf müde sein. Wer sich nicht sicher ist, wie viel Schlaf er braucht, sollte eine Woche lang konsequent zur gleichen Zeit schlafen gehen und 8 Stunden schlafen. In den nächsten Wochen steht man je eine halbe Stunde früher auf und findet so die ideale Schlafzeit.

Nicht künstlich Aufputschen

Gemeint ist natürlich der allseits beliebte Kaffee. Der kann zwar nach einer durchwachten Nacht wie die Rettung erscheinen, ist aber nicht gerade förderlich, um in der folgenden Nacht gut einzuschlafen. Forscher raten dazu, etwa acht Stunden vor dem Schlafen gehen keine koffeinhaltigen Getränke mehr zu sich zu nehmen, aber hier muss wieder jeder selbst herausfinden, wie gut er Koffein verträgt. Zu den koffeinhaltigen Getränken gehören Kaffee, Tee, Cola und natürlich Energy-Drinks.
Aber auch andere Bestandteile unseres Tages können uns das Einschlafen erschweren. Sport sollte z.B. etwa 3-5 vor dem Schlafen gehen gemacht werden, da wir durch den Sport wieder wach werden.
Des Weiteren können Einschlafprobleme auch mit der Ernährung zusammn hängen, denn nicht nur das Volkswissen sagt, dass es sich mit vollem Magen nicht gut schläft. Am besten sollte die Hauptmahlzeit mittags erfolgen oder zumindest einige Stunden vor dem Schlafen.

Lasst die Sorgen verschwinden

Die meisten von uns können nicht einschlafen, weil sie sich zu viele Gedanken machen. Die Nacht ist häufig der einzige Zeitpunkt, wo wir nicht von allen Seiten zugedröhnt werden und auf unsere Gedanken hören. Für Schlaf kann das jedoch tödlich sein. Deshalb empfielt es sich, jeden Tag etwa zehn Minuten zu reservieren, nur um sich mit seinen Sorgen und Gedanken zu beschäftigen. Idealerweise sollte dieser Zeitpunkt nicht direkt vor dem Schlafen gehen sein, damit man dann die Gedanken wegschieben kann. Macht ruhig Notizen zu euren Gedankengängen, sodass ihr sie danach ganz wegschieben könnt.
Wer trotzdem nicht abschalten kann, sollte per Meditation, Yoga, Autogenem Training, Progressiver Muskelentspannung usw. eine Technik finden, mit der er seinen Kopf von allen Sorgen befreien kann.

Bildquellen: Heike Loß, Mirko Waltermann, Clara Diercks  / pixelio.de

Kommentare:

  1. Also das mit dem Sport kann ich so nicht bestätigen: Gerade nach dem Pilates, das ich grundsätzlich abends mache, bin ich so herrlich entspannt und trotzdem ausgepowert, dass ich herrlich schlafen kann. Außerdem hilft jede Form von Sport, den Kopf freizukriegen und Stresshormone abzubauen - und das kann den Schlaf ja nur fördern.
    LG
    Anja

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  2. Ich habe auch gemerkt, dass ich viel besser schlafe, seit ich regelmäßig sport mache. Abnds ist mir das aber zu wach machend. Da könnte ich höchstens Yoga machen. Aber da ist eben jeder anders.

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