Mittwoch, 4. Februar 2015

Meine FitnessBlender 8 Week Challenge

Ich habe mich lange gesträubt, nach einem Trainingsplan zu trainieren. Erstens hat mich mein Trainingsplan für den 10km-Lauf so eingeschränkt, dass ich nur noch ziemlich wenig Spaß am Sport hatte. Zweitens habe ich es nie eingesehen, irgendwo Geld für so einen Plan zu bezahlen. Warum ich das Wagnis schließlich doch eingegangen bin? Ich habe mich sportlich nach neuen Herausforderungen gesehnt und war einfach neugierig. Zudem wusste ich, dass ich es absolut mit meinem Geiz vereinbaren kann, für einen FitnessBlender-Plan zu bezahlen. Kelly und Daniel von FitnessBlender stellen so viel Informationen und Workouts gratis zur Verfügung, da ist es nur das mindeste, eine kleine Summe an die beiden zurückzugeben.

Der nächste Schock kam, nachdem ich den Plan gekauft und runtergeladen hatte: fünf- bis sechsmal die Woche sollte ich trainieren, jedes Mal dreißig bis sechzig Minuten lang! Ich war mir ziemlich sicher, dass das nicht in meinen Alltag unterzubringen war. Im Rückblick kann ich sagen: Zeitlich war es definitiv eine Herausforderung. Wegen einer Magendarm-Sache habe ich eine Woche lang ausgesetzt (mit dem Plan, nicht mit Sport generell) und musste auch so manches Workout in seiner Reihenfolge umstellen bzw. die Restdays anders legen. Aber im Großen und Ganzen weiß ich jetzt, dass ich eine Stunde am Tag an den meisten Tagen für Sport Zeit habe und habe somit keine Ausrede mehr vor mir selbst.

Neben dem zeitlichen Aspekt war ich mir aber immer noch nicht sicher, wie ich das harte Training wegstecken würde. Ich war schon relativ trainiert, aber ich baue nun mal langsamer Muskeln auf als andere. Zudem hatte ich noch gut in Erinnerung, wie es mir in meinem Lauftraining ergangen war: Ständig müde Beine, immer alles darauf abstimmen, dass die Beine optimal regenerieren... Aber das war dieses Mal nicht so. Dadurch, dass Kraft- und Cardiotraining sich bei dem Plan in der Waage halten und noch dazu immer unterschiedliche Muskeln angesprochen werden, hatte ich nie das Gefühl, dass meine Muskeln überansprucht waren (jedenfalls nicht über mehrere Tage/Wochen hinweg). Einen Teil dazu beigetragen haben wohl auch die langen Dehneinheiten, die einen festen Platz im Programm haben.

Aber wo ich die erste Bewertung schon vorweg genommen habe, möchte ich noch einmal kurz erklären, wie der Plan grob aufgebaut ist: Die ersten vier Wochen sind ein "leichteres" Training. Hier wird eine generelle Fitness aufgebaut und man trainiert fünf Tage pro Woche. Die zweiten vier Wochen sind sehr viel anspruchsvoller, aber dank des Aufbaus vorher durchaus möglich. Hier sind sechs Einheiten pro Woche vorgesehen, wobei die sechste Einheit optional ist und Yoga o.ä. beinhaltet. Der Plan soll theoretisch auch für Anfänger möglich sein, ich halte das aber eher für unwahrscheinlich. Anfänger sollten mit dem speziellen Anfänger-Trainingsplan von FitnessBlender beginnen, die normalen sind selbst mit abgeschwächten Versionen zu anstrengend.
Für die Übungen in den Videos braucht man übrigens nichts als ein wenig Platz, eine Matte und Hanteln in geeigneten Gewichten.

Insgesamt hat mir die Challenge gut gefallen. Es war für mich, genau wie der Name sagt, eine Herausforderung und ich bin stolz, dass ich es geschafft habe. Für meinen Geschmack war der Plan ein wenig zu Cardio-lastig, aber das sind wohl die Elemente, die ihn so effektiv machen. Für mich wird es aber definitiv weitere Challenges geben, wenngleich ich vielleicht das nächste Mal einen der Pläne "for busy people" nehme. Inwiefern ich und mein Körper sich im Laufe der Challenge verändert haben, werde ich euch bald auf Mein frisches Ich erzählen.

Bildquellen: http://www.fitnessblender.com/assets/images/fitness-blender-logo.png, http://www.fitnessblender.com/assets/images/fitness-blender-about-kelli-and-daniel.jpg, http://www.fitnessblender.com/assets/images/fitness-blender-frontpage-kelli-daniel.png

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