Donnerstag, 26. März 2015

Wanted: Grüntee

Grüner Tee
Nicht erst, seit Attila Hildmann die Matcha-Sucht ausgelöst hat, ist Grüntee bekannt. Schon länger wird er in Deutschland gern getrunken, auch wenn sein Ruf sich in den letzten Jahren immer mehr verbessert hat. Mittlerweile empfehlen viele Gesundheitsexperten unter anderem auf Grünen Tee zurückzugreifen. Es ist also höchste Zeit, sich das "Wundermittel" mal genauer anzusehen.

Was ist Grüntee?

Grüner Tee bezeichnet eigentlich eher die Herstellungsart des Tees, als eine Teepflanze mit besonders grünen Blättern o.ä. Im Gegensatz zu Schwarzem Tee werden bei Grünem Tee nämlich die Teeblätter nicht oxidiert. Stattdessen werden sie nur kurz geröstet bzw. gedämpft. Dadurch bleiben viele Inhalts- und Geschmacksstoffe erhalten. Danach werden die Teeblätter gerollt und können dann auch schon in unsere Kanne.

Warum Grüner Tee?

Grüner Tee
Grünem Tee werden sehr viele positive Wirkungen zugeschrieben. So soll er laut einer Studie bei der Behandlung von sechzig Erkrankungen helfen und zwanzig Krankheiten heilen. Ob das tatsächlich so stimmt, sei dahin gestellt, aber tatsächlich wurde kaum ein Tee so gut erforscht wie Grüntee und die meisten Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Grüner Tee enthält nicht nur Koffein, sondern auch Gerbstoffe (Catechine zählen zu den gesündesten Inhaltsstoffen von Grünem Tee), Vitamine, Mineralstoffe, Chlorophyll, Enzyme und ätherische Öle.
Auch interessant ist, dass Grüner Tee angeblich eine Wunderwaffe zur Gewichtsreduktion ist (und ich muss zugeben, dass mich dieses Interesse zu dem Artikel bewegt hat). Grüner Tee soll die Aufnahme von Fett in der Verdauung verhindern. Die Bitterstoffe regen die Leber an und sorgen dafür, dass wir weniger Lust auf Süßigkeiten haben. Der Tee kann außerdem die Darmflora regulieren. Zu guter letzt wird ihm auch nachgesagt, dass er den Grundumsatz erhöht. Das heißt natürlich nicht, dass Grüner Tee allein zum gewünschten Gewicht auf der Waage führt, aber er kann dabei helfen.

Wie wird Grüner Tee genutzt?

Die Zubereitung von Grünem Tee ist ein bisschen speziell. Zunächst sollte man nur 70°C warmes Wasser verwenden. Das erhält man, indem man kochendes Wasser etwa zehn Minuten lang stehen lässt. Ein noch besseres Ergebnis erhält man, wenn man den ersten Aufguss des Tees wegkippt und erst den zweiten trinkt. Auf jeden Fall sollte grüner Tee nicht länger als 1-3 Minuten ziehen, da er sonst zu bitter wirkt.
Wem grüner Tee zum Trinken zu langweilig ist, der kann ihn mittlerweile auch als Eis, Creme oder sonstige Süßigkeiten genießen, insbesondere wenn man Matcha mag.

Übrigens 
  • Nordwestafrika ist es üblich, Gunpowder-Grüntee dreimal aufzugießen und dann mit Zucker und Nanaminzeblättern zu servieren. Die Gläser werden aus großer Höhe eingeschenkt, sodass sich Schaum bildet.
  • In der chinesischen Teezeremonie wird der Tee bis zu fünfzehn Mal aufgegossen. Das nennt man auch "Aufgüsse der langen Freundschaft".
  • Beim Anbau in China und Japan ist der Tee leider mit vielen Pestiziden belastet. Deshalb sollte man nur qualitativ hochwertigen Bio-Tee kaufen.
Bildquellen: segovax, Michael Grabscheit  / pixelio.de

Kommentare:

  1. Für mich ist grüner Tee ein absolutes "Beauty-Secret": Er enthält Polyphenole und Flavonoide, die der Faltenbildung entgegenwirken. Auch gegen Pickel ist Grüntee eine Wunderwaffe. Er kann sowohl äußerlich in Form von Cremes oder eben als Getränk angewendet werden. Zu betonen ist hier die enzündungshemmende, antibakterielle Wirkung, die Pickeln keine Chance lässt. Grüntee zählt meiner Meinung nach eindeutig zum Superfood - da kann man gar nicht genug davon bekommen. Egal ob als Tee, Creme oder in Form von Süßigkeiten!

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    1. Grüner Tee gehört wirklich zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt (was mich daran erinnert, dass ich mir schleunigst wieder angewöhnen sollte, ihn zu trinken...). Allerdings muss man ein wenig aufpassen, weil der Tee stark entwässernd wirkt. Also immer gut Wasser nebenbei trinken!

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