Donnerstag, 23. April 2015

Läuft, oder?

Mal Hand aufs Herz: Wie oft lasst ihr euch einfach nur auf das Sofa fallen, wenn ihr nach Hause kommt? Wie oft habt ihr schon das Auto auch nur für kleinste Erledigungen genommen, weil draußen so schlechtes Wetter war? Wie viele Tage in der Woche verbringt ihr die ganze Zeit sitzend am Schreibtisch?
Wir laufen heutzutage viel zu wenig. Kein Wunder, das meiste kommt ja mittlerweile zu uns, ob es die Pizza vom Lieferservice, die Unterhaltung aus Fernseher oder PC oder die Klamotten vom Online-Shoppen sind. Doch warum ist Laufen so wichtig und sollte wieder eine Rolle bei uns spielen?

Laufen
Der Mensch wurde zum Gehen geschaffen. Unsere Vorfahren haben täglich viele Kilometer zurückgelegt, einfach nur um sich Nahrung zu beschaffen. Der Körper hat sich zwar seitdem verändert, aber noch immer ist Laufen eines der Dinge, die er am besten kann. Nicht ohne Grund befinden sich in den Beinen die größten Muskeln des Körpers.
Wegen Bürojobs und unserer allgemeinen Bequemlichkeit, machen wir mittlerweile nur noch 1.500-4.000 Schritte am Tag. Um unsere Gesundheit und unseren Körper optimal zu erhalten, bräuchten wir aber eigentlich mindestens 10.000 am Tag!

Zum Laufen wurde mittlerweile eine Vielzahl an Studien durchgeführt. Ich will hier nur die präsentieren, die mich am meisten beeindruckt haben. Ganz vorn ist dabei eine Studie, die besagt, dass wir unser Leben verlängern können, wenn wir weniger lang sitzen. Auch wenn wir Besprechungen und Unterhaltungen im Gehen abhalten, sind wir im Schnitt produktiver und kreativer.
Spaziergang
Durch mehr Bewegung sorgen wir auch dafür, dass unser Körperfettanteil langsam und konstant gesenkt wird (natürlich mit der entsprechenden Ernährung). Auch ein "Mittagstief" nach fettigem Essen kann durch einen Spaziergang verhindert werden. Gerade das Spazieren an der frischen Luft stärkt außerdem unser Imunsystem und füllt unsere Vitamin-D-Speicher.
Laufen wirkt außerdem meditativ. Für die meisten von uns ist Gehen ganz intuitiv, etwas, worüber wir nicht nachdenken müssen. Das gibt uns wiederum Zeit, uns über andere wichtige Dinge Gedanken zu machen und Stress abzubauen.

Wie aber können wir unser Schrittpensum erhöhen, ohne dass unsere wertvolle Zeit für stundenlange Wanderungen drauf geht? Auch hier für gibt es ein paar einfache Tricks:
Shoppen
  • Parkplätze immer so weit wie möglich vom Ziel entfernt wählen oder das Auto direkt stehen lassen.
  • Beim Fahren mit Bus und Straßenbahn mal eine Haltestelle früher aussteigen.
  • Klassisch, aber immer noch gut: Treppenhaus statt Lift.
  • Klamotten wieder im Geschäft kaufen, statt faul mit dem Laptop auf dem Sofa.
  • Bewusst nicht immer alles in Reichweite stellen, sondern auch mal so, dass man durch den ganzen Raum gehen muss.
  • Die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang nutzen, vielleicht auch zur nächsten Salatbar.
  • Hörbücher beim Spazieren hören, statt Bücher zu lesen.
Bildquellen: Rainer Sturm, Radka Schöne, TiM Caspary  / pixelio.de

1 Kommentar:

  1. Bewegung ist für den menschlichen Körper essenziell. Auch das Gehirn braucht den stetigen motorischen Reiz, um neue Synapsen zu bilden und zu erhalten.
    Aktuelle Forschungsergebnisse in der Demenzforschung haben gezeigt, das 30 min Bewegung am Tag das einzige Mittel ist, um Demenzsymptome vorbeugen bzw. sogar verbessern können. Gehirnjogging oder dergleichen bringt laut derzeitigen Wissenstand nichts. Zurzeit findet deshalb auch ein Wandel in den Therapieangeboten statt. Da die Forschung hier noch jung ist, existieren noch keine dafür zugeschnitte, motorische Therapieprogramme. Mit 30 min Gehen pro Tag macht man aber bestimmt keinen Fehler!

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