Samstag, 23. Mai 2015

Einmal bitte ohne! (Laktose-Update)

Wie ihr euch vielleicht erinnert, wurde vor einem guten halben Jahr eine Laktosesensibilität bei mir festgestellt. Seitdem habe ich meine Ernährung entsprechend angepasst. Laktose gehört zwar nicht zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die besonders großen Aufwand erfordern, aber sie ist dafür sehr breit vertreten, weshalb es vielleicht für den ein oder anderen ganz interessant ist, wie ich meine Ernährung verändert habe.

Milch
Ich hatte das Glück, dass ich mich bereits vorher (intuitiv?) relativ laktosefrei ernährt habe. Meine liebsten Käsesorten sind sowieso lang gelagerte Käse wie Parmesan, Grana Padamo, Gouda, Tilsiter usw. oder aber Feta. Diese Käsesorten enthalten nur noch extrem wenig Laktose und können so auch von den meisten Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen werden.
Wo ich mich umstellen musste, waren Milch und Joghurt. Milch konsumiere ich vor allem im Porridge und im Kaffee, damit komme ich pro Tag auf ca. 350ml Milch, was viel zu viel Laktose für meinen Körper ist. Deshalb habe ich auf laktosefreie Milch umgestellt, die ja mittlerweile auch in den meisten Supermärkten erhältlich und nicht so teuer ist. Einziger Nachteil: Es gibt sie meist nur als H-Milch (mag ich normalerweise gar nicht) und nicht in Bioqualität. Bei Pflanzenmilch bin ich ja leider extrem wählerisch besonders was den Kaffee angeht, aber ich mache mittlerweile öfters Hafermilch selbst.
Joghurt habe ich erst vor kurzem umgestellt, weil ich den laktosefreien Joghurt nämlich überhaupt nicht mag. Normalerweise sollte Joghurt wegen der Joghurt-Bakterien bei einer Laktosesensibilität verträglich sein, in letzter Zeit hatte ich jedoch nicht mehr den Eindruck. Also gibt es jetzt leider nur noch den laktosefreien Joghurt (auch leider nicht in Bioqualität).

Quark
Wo ich mich ebenfalls umstellen musste, waren Mozzarella, Frischkäse, Quark und Sahne. Das waren nie meine Favoriten, aber ab und zu habe ich sie dann doch ganz gern gegessen. Da diese aber alle relativ hohe Laktose-Gehalte haben, geht es mir wesentlich besser, seit ich die laktosefreien Produkte kaufe. Für den seltenen Genuss finde ich dann auch den höheren Preis okay. Bei Sahne ersetzte ich sogar meist durch Pflanzensahne, weil die ungefähr gleich teuer, aber wesentlich weniger fettig ist.
Butter habe ich sowieso nicht mehr zuhause gehabt, seit ich allein lebe, weil ich sie nie allein aufkriege. Ich kaufe stattdessen Magarine.
Was für mich eine Umstellung war, waren Süßigkeiten. Die gibt es auch laktosefrei, aber eben sehr viel teurer. Hier esse ich entweder reguläre Produkte (eine gewisse Menge Laktose vertrage ich zum Glück noch) oder ich kaufe die teuren Schokoladen, die meist sowieso keine Milch enthalten.

Pizza
Auch für Lebensmittel, die nicht von mir zubereitet werden, achte ich auf den Laktose-Gehalt. Ich habe mittlerweile zum Glück keine Hemmungen mehr, in Cafés oder Bäckereien nachzufragen, ob sie auch laktosefreie Milch für meinen Kaffee haben. Einige haben das sogar schon in ihrem Sortiment (im Zweifelsfall auf jeden Fall Starbucks, aber die mag ich eigentlich nicht). Bei Backwaren wird die Sache schon schwieriger, aber hier haben zumindest viele Bäckereien mittlerweile eine Kennzeichnung bzw. einen Allergiker-Katalog.
Wenn ich etwas mit Freunden unternehme oder auswärts esse, versuche ich halbwegs auf die Laktose zu achten, indem ich z.B. Fruchtsorbet statt Eis esse oder Pizza mit Gouda statt Mozzarella bestelle (geht manchmal). Ich habe zwar Laktase-Tabletten, aber die zeigen leider nicht so wirklich Wirkung. Manchmal lasse ich es allerdings auch drauf ankommen. Eine gute Freundin von mir hat leider eine Gluten-Intoleranz. Wenn wir anfangen würden, jetzt laktose- und glutenfrei zu planen, würde das ganze den Rahmen sprengen. Insofern sind das dann diese berühmten YOLO-Momente, die ich auch selten bereue.

Bildquellen: www.JenaFoto24.de, iwona golczyk, Dieter Schütz  / pixelio.de


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