Samstag, 13. Juni 2015

La vie en provencale {Rückblick KW 22}

Ich bin euch ja immer noch einen Bericht über meinen Urlaub in der Provence schuldig. Die meisten Fotos während des Urlaubs hatte ich mit der Kamera einer Freundin gemacht und die Fotos habe ich erst jetzt bekommen, deshalb die Verspätung.
 
Wir waren in diesem Ferienhaus in der Nähe von Gargas. Für größere Gruppen kann ich das Haus auf jeden Fall empfehlen. Es ist für ein Ferienhaus relativ gut ausgestattet, verfügt über genügend Platz und besonders der Außenbereich ist sehr schön gestaltet. Rechts jenseits des Fotos standen übrigens jede Menge liegen, auf denen ich den Großteil unserer Tage am Haus verbracht habe.

 Der Lavendel hat leider noch nicht geblüht, dafür gab es aber überall knallrote Mohnwiesen. Auch ein tolles Bild!

Joggen in den Weinbergen? Ich könnte mir schlimmeres vorstellen! Ich war übrigens insgesamt dreimal joggen, jeweils morgens vor dem Frühstück. Außerdem war ich jeden Tag im Pool, wobei das meist nur ein bisschen Planschen zur Abkühlung war.

Gegessen habe ich nicht sonderlich gut, aber da das vermutlich mein einziger Urlaub dieses Jahr sein wird, war es okay. Wenn es Obst und Gemüse gab, habe ich darauf geachtet, so viel wie möglich davon zu essen, ansonsten gab es aber, worauf ich gerade Lust hatte: Eis, Baguette mit salziger Butter (viel davon!), Croissants, Mousse au chocolat...
Selbstgemachte Cocktails am Pool - so ziemlich das Dekadenteste, was man sich als Student vorstellen kann!

Wir haben selbstverständlich nicht nur am Pool gelegen sondern auch drei Ausflüge in die Umgebung gemacht: Nach Roussillon, Avignon und Apt.

Roussillon

Roussillon ist besonders für seine roten Ockerfelsen bekannt. Man kann für wenig Geld einen Spaziergang durch einen Park machen, wo einem Ockerfelsen in allen Schattierungen präsentiert werden. Wirklich eindrucksvoll, was für intensive Farben die Natur schaffen kann! (Das Gestein wird übrigens tatsächlich auch zur Herstellung von Farbe verwendet).


 Irgendwann habe ich meine Schuhe ausgezogen. Am Ende des Spaziergangs hatte ich rote Füße!
 
Ein typisches provenzalisches Dorf. Ich weiß leider nicht mehr, wie es hieß, nur dass es nicht Roussillon ist, wir aber nach unserem Ausflug in Roussillon dort waren!

Avignon

Von unserem Ausflug nach Avignon war ich ziemlich enttäuscht. Die Stadt ist leider relativ herunter gekommen, sobald man die wenigen Touristen-Orte verlässt. Wie ich später herausgefunden habe, ist das durchaus typisch und liegt an Frankreichs schlechter wirtschaftlichen Lage... Schade!
Ein Blick auf die Rhône. Die meisten von euch werden Avignon sicher aus dem französischen Kinderlied kennen. An der kaputten Brücke von Avignon waren wir allerdings nur kurz, es gibt halt nicht viel mehr zu sehen, als eine halbe Brücke ;)
Was die wenigsten wissen: In den Irrungen und Wirrungen vergangener Zeiten gab es einmal einen zusätzlichen französischen Papst, der in Avignon residierte. Dort kann man heute noch den Papstpalast besichtigen (wenn man gewillt ist, das Geld dafür zu zahlen; wir waren es nicht).

Von Avignon wird mir persönlich wohl vor allem in Erinnerung bleiben, wie viel Spaß beim Shoppen ich dort mit meinen Mädels hatte ;)

Apt

In Apt waren wir am Markttag und ihr könnt es ahnen... Ich würde am liebsten dort wohnen und jeden Samstag am Markt einkaufen. Am liebsten hätte ich das auch bei unserem Urlaub schon getan, aber da war ja das Problem, dass die Sachen am nächsten Tag heil zurück mit uns nach Deutschland hätten transportiert werden müssten...


Von den Gewürzständen gab es mehrere und ich finde, dass sie ein geniales Motiv abgeben. Abgesehen davon, dass es auf diesen Ständen immer toll duftete!
Von dem Nougat haben wir später auch etwas gegessen. Das beste Nougat meines Lebens und es hatte überhaupt keine Ähnlichkeit mit den Plombenziehern, die uns hier als Nougat verkauft werden. Eine definitive Empfehlung!
Es gab sogar einen Superfood-Stand!


Ihr seht also, man muss im Urlaub nicht unbedingt ans Meer fahren, um eine schöne Zeit zu verleben. Wir waren sogar froh, dass wir nicht am Meer waren, denn sonst hätten wir nicht so hohe Temperaturen gehabt. Der Pool hat uns zum Abkühlen allemal gereicht. Ich hatte eine wahnsinnig schöne Zeit und werde mich noch oft und gern zurück erinnern!

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