Donnerstag, 4. Juni 2015

Sicherheit geht vor - auch beim Sport!

Alle Sportarten können auf die ein oder andere Weise zur Gefahr werden, beispielsweise wenn man sie nicht korrekt ausführt. Ein weiterer Risiko-Faktor kommt jedoch hinzu, wenn man Sport draußen treibt oder gar im Straßenverkehr teilnimmt, wie etwa beim  Joggen oder Radfahren. Natürlich kann man nicht alle Gefahren ausschalten, aber zumindest dieses Risiko lässt sich durch ein paar einfache Tricks verringern.

Handy
Beginnen wir zunächst einmal damit, was alles passieren kann, wenn man allein unterwegs ist. Ich will das nicht verteufeln und bin auch oft genug selbst allein unterwegs, aber manchmal mit einem mulmigen Gefühl. Ich habe auf jeden Fall immer mein Handy mit mir, um im Zweifelsfall Hilfe zu holen. Viele Handys bieten auch die Möglichkeit Notfallkontakte anzugeben, was ihr auf jeden Fall machen solltet, wenn ihr allein unterwegs seid. Ein weiterer Vorteil ist, dass man euch über das Handy auch orten kann.
Das Risiko, dass man beispielsweise mit einem Kreislaufkollaps allein bleibt, lässt sich auf jeden Fall dadurch verringern, dass man in gut besuchten Parks unterwegs ist. Ist man in verlasseneren Gegenden unterwegs (das bin ich auch oft, ich leide lieber allein), sollte jemand bescheid wissen, dass man unterwegs ist, wo man ungefähr sein wird und wann man zurück sein sollte. Wer allein lebt, kann auch mit der Familie oder Freunden ein Sms-System entwickeln: Vor dem Aufbruch wird eine Nachricht losgeschickt und nach dem Ankommen ebenfalls. Sollte nach der ersten Nachricht eine bestimmte Zeitspanne verstreichen, wird Hilfe alarmiert.
Gerade bei langen Läufen oder Radtouren wichtig: Ein Stück Traubenzucker oder Energiegel für den Notfall dabei haben, damit ihr es auf jeden Fall bis nach Hause schafft!
Auch so genannte Road IDs können hilfreich sein. Dabei handelt es sich um kleine Armbänder oder Schlüsselanhänger, in denen die eigenen Kontaktdaten, Notfallkontakte und eventuelle Krankheiten, Allergien oder der Organspende-Status vermerkt sind. Gerade bei Allergien sollte im Zweifelsfall auch ein Notfallset eingepackt werden, aber das versteht sich hoffentlich von selbst.

Landstraße
Viele Landstraßen haben keinen Bürgersteig. Deshalb ist es umso wichtiger, dass man sich hier ausreichend sichtbar kleidet. Also keine dunkeln Sportklamotten, sondern helle Farben mit möglichst vielen reflektierenden Details. Außerdem sollte man auf der linken Straßenseite laufen. Das mag zwar gegen die eigene Intuition sprechen, aber dann könnt ihr die Autos auf eurer Straßenseite sehen und euch mit einem Sprung in den Straßengraben retten, statt von hinten angefahren zu werden. Solche Straßen sollten bei Dunkelheit aber besser gemieden werden, weil sie eigentlich nie ausreichende Beleuchtung haben. Ich weiß nicht, ob ihr schon mal in der Dunkelheit einem Radfahrer auf der Landstraße begegnet seid - selbst mit Beleuchtung sieht man ihn erst viel zu spät.

Warnweste
Wer trotzdem unbedingt nachts unterwegs sein will, muss einige Vorkehrungen treffen. Zunächst einmal ist reflektierende Kleidung ein Muss. Dabei reichen einzelne Details nicht mehr aus, es sollte schon eine Weste sein, die wirklich jedem Autofahrer auffällt. Auch eine Stirnlampe sollte bei nächtlichen Sportaktivitäten immer dabei sein. Sie macht nicht nur ebenfalls sichtbar, sondern hilft auch, dass man seinen Weg besser erkennen kann. Nachts mit gebrochenem Fußgelenk im Wald zu liegen gehört vermutlich zu niemandes Träumen!
Bei solchen Unternehmungen solltet ihr auch besser keine Musik hören. Das kann zwar schnell langweilig werden, aber wenn schon die Sicht bis zu einem gewissen Grad durch die Dunkelheit eingeschränkt ist, solltet ihr wenigstens eure anderen Sinne zum Erkennen von Gefahren nutzen und da ist das Gehör nachts ganz vorn dabei.

Habt ihr euch schon mal Gedanken über Sicherheit beim Sport gemacht? Trefft ihr noch andere Vorkehrungen?

Bildquellen: Lupo, Erich Westendarp, CIS  / pixelio.de

1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Ich verbinde Sicherheit nicht nur mit Schutz vor äußeren Gefahren, sondern auch als Prävention für die Gesundheit. Wenn ich Sport mache,verwende ich die Kleidung und Ausrüstung, die meine Muskulatur und Knochen am Besten unterstützt. Nicht das Aussehen steht im Vordergrund, sondern der gesundheitliche Aspekt. Das fängt an bei guten Schuhwerk, über atmungsaktive Kleidung und wetterschützende Ausrüstung. Man muss nicht schon in jungen Jahren mit Bandscheibenvorfall ins Krankenhaus kommen!

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