Donnerstag, 6. August 2015

App und ein Ei: Offtime

Ich hatte ja Anfang des Jahres den Vorsatz gefasst, dass ich meine Zeit am Handy und Tablet insbesondere abends reduzieren wollte. Wie die meisten guten Vorsätze ging das ziemlich schnell in die Hose. Ein neuer Versuch war für mich dann in der Fastenzeit. Klappte genauso wenig. Aber dann entdeckte ich die App "Offtime" und seitdem funktioniert es auf einmal.

Name: Offtime
Verfügbar für: Android (iOs wird noch entwickelt)
Preis: Kostenlos mit kostenpflichtiger Pro-Version

Pro:
  • Es lassen sich im Vorhinein Profile wie "Abschalten", "Arbeiten" oder "Schlafen" festlegen. Innerhalb dieser Profile kann man genau festlegen, auf welche Apps man Zugriff haben soll und wessen SMS und Anrufe durchkommen sollen.
  • Man kann genau festlegen, wie viel Zeit man am Tag das Smartphone nutzen bzw. nicht nutzen will und es werden Statistiken darüber erfasst. Je höher der "Offtime-Score", desto weniger wird das Handy genutzt.
  • Die "Offtime" kann zwar vorzeitig beendet werden, allerdings muss man dann immer noch eine Minute lang warten, bis das Handy vollständig entsperrt ist. Das lässt einen überlegen, ob man das "mal eben nachschauen" nicht doch sein lässt. Ganz harte Fälle können übrigens auch einstellen, dass sie das Handy gar nicht vorzeitig entsperren können.
  • Ist das Handy in einer Offtime, hat man wirklich gar keinen Zugriff auf die gewählten Apps. Aber man bekommt sehr nette und lustige Erinnerungen, dass das so ist, weil man sich gerade in einer Offtime befindet.
  • Auszeiten kann man nicht nur spontan nehmen, sondern auch zu wiederkehrenden Zeiten festlegen oder über den Kalender steuern.
Kontra:
  • Viele Features sind leider nur in der Pro-Version enthalten. Hier gilt aber meine uneingeschränkte Empfehlung!
  • Die App braucht leider praktisch uneingeschränkten Zugriff, um vollständig funktionieren zu können. Auch wenn die Hersteller versprechen, dass sie die Daten nicht nutzen, aber ein schaler Nachgeschmack bleibt (zumindest bei mir).
Was es bringt

Mir hat es das gebracht, was ich vorher nicht allein geschafft habe: Ich kann Auszeiten nehmen. Generell dauert eine Auszeit mit den Voreinstellungen 90 Minuten und das war gerade am Anfang genau die Zeit, die ich gut aushalten konnte. Gleichzeitig hatte ich dadurch aber schon 90 Minuten mehr handylose Zeit also vorher, also ein riesiger Gewinn. Ich finde es toll, dass ich durch die App nichts Wichtiges verpasse (z.B. Anrufe meiner Familie oder SMS von Freunden), aber gleichzeitig daran gehinder werde, immer "mal eben" etwas nachzugucken. Die App wird auf jeden Fall auf meinen Geräten installiert bleiben und ich denke, dass sie mir gute Dienste leisten wird!

Bildquelle: https://lh5.ggpht.com/OBCm9q4aoVUI4dZQ-uqUr650unXK-14-zOiom8_CvnJVwDLo_RS6_YhXk0eOMKSNCPba=w300

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