Sonntag, 17. Januar 2016

Wie sich mein Training im Fitnessstudio verändert hat

Seit einigen Monaten habe ich jetzt meine Fitnessstudio-Mitgliedschaft. Das war zunächst sehr komisch für mich, denn ich habe ja schon gut drei Jahre zuhause trainiert. Ich musste mir einige Dinge neu angewöhnen, wie etwa Geräte zu desinfizieren oder sofort wegzuräumen und beim Sport halbwegs ordentlich angezogen zu sein. Andererseits gibt es natürlich auch viele Vorteile, etwa den personalisierten Trainingsplan oder die vielen Geräte, die mir nun zur Verfügung stehen. Das alles hat natürlich auch einen Einfluss auf mein Training generell gehabt.

  1. Ich trainiere länger. Zuhause habe ich immer ungefähr 30 Minuten trainiert. Wenn ich mehr Zeit hatte, war es auch schon mal etwas länger, aber 30 Minuten waren ein guter Durchschnitt. Im Fitness-Studio dauern die Kurse meist aber 45-60 Minuten. Wenn ich also daran teilnehme, bin ich deutlich länger aktiv.
  2. Ich muss mir mehr Zeit nehmen - die ich ohne Probleme habe. Ich muss nun als Vorbereitung zum Trainieren etwa 15-20 Minuten einplanen (Umziehen, zum Studio gehen, Wasser holen, alles im Studio organisieren).Vorher scheine ich diese Zeit immer verplempert zu haben, denn sie fehlt mir kaum.
  3. Ich trainiere weniger HIIT. Stattdessen trainiere ich jetzt 45-60 Minuten Cardio (s.o.). Ob das meiner Ausdauer schadet, weiß ich nicht. Aber ich habe beim Zumba sehr viel mehr Spaß als beim HIIT zuhause!
  4. Ich habe seit Wochen keine Kurzhanteln mehr angefasst. Am Anfang habe ich an den Kraftmaschinen trainiert, das hat mir aber wenig Spaß gemacht. Jetzt habe ich einen TRX-Trainingsplan, wo man nur nach dem eigenen Körpergewicht trainiert.
  5. Ich brauche mindestens zwei Regenerationstage pro Woche. Früher habe ich auch schon mal sechs Tage die Woche trainiert, aber das geht jetzt nicht mehr, da ich insgesamt länger und intensiver trainiere. Da gebe ich meinem Körper lieber, was er braucht und nehme zwei Ruhetage pro Woche.
  6. Ich trainiere vielfältiger. Früher habe ich ja fast immer nach FitnessBlender trainiert, was klassisches Cardio und Krafttraining bedeutete. Jetzt arbeite ich mal mit TRX, mal mit Langhanteln, Steps oder tanze, mache Yoga oder Pilates.
  7. Mir fehlen die "Vorbilder". Man könnte statt Vorbildern auch Konstante sagen. Bei FitnessBlender hatte man ja immer Kelli und Daniel als Identifikationspersonen. Die Kurse in meinem Fitness-Studio werden leider selten von denselben Leuten gehalten. Das bedeutet, dass man sich immer wieder auf einen neuen Trainingsstil einlassen muss, was nicht nur anstrengend, sondern auch nervig ist.
  8. Ich richte mich ohne Probleme nach dem Zeitplan. Besonders am Training zuhause habe ich ja genossen, dass ich trainieren konnte, wann immer ich will. Jetzt trainiere ich nach dem Kursplan im Fitness-Studio, was zwar manchmal blöd ist, aber mich dafür zu mehr Effektivität zuhause zwingt.
  9. Während des Workouts trinke ich mehr. Gerade am Anfang habe ich, wenn ich allein trainiert habe, zwischendurch schon ziemlich viel getrunken. Auch in den Kursen werden oft viele Trinkpausen gemacht. Einerseits bin ich mir nicht sicher, ob das viele Trinken zwischendurch so gut ist, andererseits bin ich dadurch nach dem Training nicht völlig verdurstet.
  10. Sport ist mehr Freizeit/Wellness für mich. Vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt nicht mehr in meinem Wohnzimmer trainiere, vielleicht daran, dass ich dafür bezahle. Jedenfalls fühlt sich Sport mittlerweile weniger als Pflicht und mehr als Wellness im weitesten Sinne für mich an.
Bildquellen: http://kaboompics.com/one_foto/856/girl-resting-with-legs-on-a-white-chair, http://unsplash.com/

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