Freitag, 19. Februar 2016

Entspannung statt Essen #neustart16

Das Thema Entspannung ist ja absolut mein Thema. Ich gehöre ja zu den Menschen, die ständig unter Strom stehen, alles machen wollen und natürlich in perfekter Ausführung. Kein Wunder also, dass es bei mir schon ein paar kleinere Zusammenbrüche unter Stress gab. Und Stress und Essen - ja, das ist auch so ein Thema bei mir, denn immerhin neige ich ja generell zum Emotional Eating und esse gern immer wieder was "zwischendurch", um mich zu motivieren.
Genauso wie ich mir selbst oft Stress mache, achte ich jedoch auch regelmäßig darauf, dass ich mich entspanne und habe schon einige Strategien für mich gefunden, wie ich Stress bekämpfen kann.

Kreativ sein

Zur kreativen Entspannung gehört für mich zum einen das Schreiben, zum anderen auch Nähen und Basteln. Wenn ich schreibe, kann ich die Realität komplett ausblenden und komplett in meine Fantasie abtauchen. Das kann auch mal anstrengend sein - emotional aufwühlende Szenen sind auch für mich nicht gerade beruhigend. Dennoch bin ich generell entspannter und zufriedener, wenn ich regelmäßig schreibe.
Wenn ich wiederum nähe oder bastle, also mit den Händen kreativ bin, kann ich auf eine ganz andere Art und Weise abschalten. Dann habe ich meist gar keine konkreten Gedanken, sondern bin nur auf das Fokussiert, was ich gerade mit meinen Händen mache. Ich fluche zwar oft genug darüber, wenn ich mir wieder mal etwas sehr Filigranes vorgenommen habe, aber trotzdem ist das für mich die beste Entspannung.

Sport machen

Gerade das Fitness-Studio hat für mich die letzte Brücke geschlossen, dass ich Sport als Entspannung ansehe. Beim Sport blende ich ebenfalls meinen Alltag völlig aus. Dann geht es nur darum, dass ich die Übung korrekt ausführe, Wiederholungen zähle oder mir die Choreografie merke und im Takt bleibe. Selbst überfüllte Gruppenkurse sind für mich so ein Ort der Entspannung, weil ich nicht über die Uni oder meine liegen gebliebene Wäsche nachdenken muss.
Wenn ich akut sehr gestresst bin, mache ich auch gern eine besonders anstrengende Sporteinheit. Dann ist nämlich mein ganzer Körper müde und mein Gehirn zu matschig, als dass ich noch über irgendetwas nachdenken könnte. Außerdem schlafe ich so viel besser, das ist bei Schlaf auch nicht immer garantiert.
Schließlich habe ich auch noch das Vinyasa Yoga als Entspannungstechnik für mich entdeckt. Dabei werden mehrere Übungen im Kombination mit der Atmung zu Flows kombiniert und diese dann immer wieder hintereinander ausgeführt.  Die Kombination auf Atmung und Bewegung verstärkt die oben genannte Entspannung noch einmal, die Meditation am Ende sowieso.

Meditation

Mit Meditation an sich stehe ich ein bisschen auf dem Kriegsfuß. Theoretisch weiß ich, dass sie mir gut tut. Allerdings finde ich meditieren für mich allein langweilig und brauche geführte
Meditationen, was schon ein bisschen schwieriger wird. Ich habe zwar einige Meditationspodcasts, aber da müsste man sich ja auch noch mal aufraffen, die wirklich zu benutzen, nicht wahr? ;)
Für mich ist deshalb die klassische Meditation, wo man mit geschlossenen Augen seinen Geist leert, nicht unbedingt das richtige. Ich muss trotzdem eine Handlung ausführen. Deshalb wirken auch die Taizé-Gesänge sehr meditativ auf mich, weil man einzelne Gesänge immer wieder wiederholt und sich somit weniger darauf konzentrieren muss, aber eben aktiv ist. Klassische Meditation und ich werden wohl nie Freunde werden, aber ich versuche zumindest, die aktive Entspannung regelmäßig in meinen Alltag einzubauen.

Kommentare:

  1. Schön, dass du schon so viele Entspannungsmöglichkeiten nutzt.
    Jetzt noch daran arbeiten, die Gefühle die dich zum Essen verleiten beim Sport "abzuarbeiten/durchzudenken" und dann hast du das emotional eating bald komplett im Griff :)

    AntwortenLöschen