Sonntag, 3. April 2016

Countdown: 10 Nachrichten an jeden im Fitness-Studio

Im Fitness-Studio gibt es oft Dinge, die mich ärgern. Teilweise können die Leute nicht direkt etwas dafür, sondern sie haben einfach nicht nachgedacht. Teilweise sind die Leute aber auch dreist und egoistisch, ohne daran zu denken, dass sie im Fitness-Studio ja nicht allein sind. Jedenfalls gibt es hier die 10 Nachrichten, die ich gern den anderen im Fitness-Studio sagen würde, aber aus Höflichkeit oft verschweige.
  1. Lass benutzte Gegenstände nicht einfach liegen. Ja, das Fitness-Studio bezahlt Leute, um dir hinterher zu räumen. Ja, auch ich lasse mal mein Handtuch liegen oder hänge die TRX-Bänder nicht auf, wenn ich zwischendurch eine andere Übung mache. Aber am Ende deines Trainings solltest du alles, was du gebraucht hast wegräumen - insbesondere benutztes Geschirr!
  2. Komm pünktlich zu Kursen. Es stört nicht nur die Konzentration der anderen, wenn du nachträglich rein kommst. In vollen Kursen haben sich auch eigentlich nach Kursbeginn alle ihren Platz erobert und nun beginnt das wegen dir alles von vorn. Noch schlimmer: Zu spät kommen in Kursen, wo man viel Equipment aufbauen muss.
  3. Sprüh dich nicht mit Parfum ein. Gerade bei Kursen,wo man eng nebeneinander steht, kann starkes Parfum die anderen stören. Ab einem gewissen Grad kriegt man als Nachbar kaum Luft, was bei Kursen wie Zumba und co. nicht gerade von Vorteil ist. Übrigens: Alle stinken nach diesen Kursen, also mach dir keine Gedanken über deinen eigenen Geruch.
  4. Mach nicht ungefragt das Fenster auf oder zu. Manche Leute sind erkältet oder kriegen bei Durchzug Nackenschmerzen, andere brauchen gerade mal fünf Minuten Abkühlung. Wenn ein Fenster geöffnet oder geschlossen ist, hat das meist einen ziemlich guten Grund, also frag, ob du es schließen bzw. öffnen kannst.
  5. Geh nicht während des Cool downs. Viele nutzen den Cool down, um auch mental runterzufahren und sich zu entspannen. Wenn man währenddessen geht, stört man dieses Prozess. Außerdem ist ein ordentliches Cool down und Stretching wichtig für den Körper.
  6. Schrei nicht durch das halbe Studio. Niemand hat etwas gegen Trainingspartner. Aber wenn ihr am entgegen gesetzten Ende des Studio trainiert, ist es unglaublich nervig, wenn ihr euch dennoch unterhaltet. Das gilt erst recht für Telefonieren im Trainingsbereich.
  7. Achte auf den Platz in der Umkleide. Natürlich hat niemand etwas dagegen, wenn du dich ausbreitest, wenn der Platz dafür da ist. Wenn jedoch gerade zig Leute sich umziehen wollen und du eine ganze Bank für dich blockierst, ist das unverschämt. Erst recht, wenn du gerade in der Dusche bist.
  8. Mach im Kurs das, was vorgegeben ist. Warum kommst du auch sonst in den Kurs? Wenn du tanzen willst, mach zuhause Musik an, wenn du Krafttraining machen willst, gibt es die Trainingsfläche. In einem Kurs wird aber exakt das gemacht, was der Kursleiter sagt, mit Ausnahmen von Modifikationen der Übungen.
  9. Zieh dich angemessen an. Deine Klamotten sollten es einerseits möglich machen, dass du ohne Probleme am Kurs teilnehmen kannst. Zum anderen wäre es aber auch nett, wenn du Rücksicht auf deine Trainingspartner nimmst und die Klamotten in der richtigen Größe und Länge wählst.
  10. Geh in die Kurse, die deinem Trainingsgrad entsprechen. Nicht umsonst steht in der Kursbeschreibung oft eine Einschätzung, wie fit man sein sollte. Als absoluter Anfänger in Yoga II zu gehen oder Step III zu besuchen, ist nicht so schlau und stört die anderen, weil Rücksicht auf dich genommen werden muss. 
Bildquellen: Iwan Gabovitch (CC BY), Nottingham Trent University (CC BY-NC-ND) via Visual Hunt

Kommentare:

  1. bei punkt 9 muss ich widersprechen. es ist doch jedem selbst überlassen, wie er sich anzieht. man kann ja wohl kaum erwarten, dass jmd mit ner (vermeintlichen) hackfresse ne burka anzieht und dicke leute verhüllt sport machen, nur weil irgendwelche lookisten sich gestört fühlen, wenn "verunstaltete" menschen sich in ihrer nähe aufhalten.
    das ist doch was anderes als penetrantes parfüm, was ja manchmal schon körperliches unbehagen hervorruft

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    1. Das habe ich vielleicht unglücklich formuliert. Mir ging das eher in die andere Richtung, also dass die Leute doch bitte keine zu knappen Klamotten anziehen, weil ich beim Squatten nicht deren Unterwäsche sehen will. Und auch für größere Größen gibt es schöne körperbetonte Sachen, da muss man nichts zu Enges/Kurzes tragen.

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    2. nee, das hatte ich auch genauso verstanden. und genau das finde ich eben nicht gut; dass man anderen leuten vorschreibt wie sie sich zu kleiden haben, weil man sich durch unschöne sachen - sei es unterwäsche oder enge sachen gestört fühlt. wir haben hier zum glück keine verhüllungspflicht

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  2. Also ich finde alles, was du das schreibst, nachvollziehbar, auch wenn ich noch nie in einem Fitnessstudio war.
    Gerade die Wahl der Sportkleidung spielt bei uns in der Schule ja auch eine Rolle und ich bin echt froh, dass da alle Anstand genug haben :)
    Ansonsten muss ich aber zugeben, dass ich unmöglich aussehe, wenn ich draußen joggen gehe. Die Farben passen einfach nicht zusammen und die gestrickten Socken über der langen Unterhose sehen auch witzig aus... aber dafür werde ich von Autofahrern Dank der Farben frühzeitig gesehen und habe viel Bewegungsfreiheit. Da nichts von meinem Körper sichtbar wird, was eher versteckt sein sollte, finde ich das aber auch noch vertretbar...
    Liebe Grüße

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  3. Ich finde es schlimm, wenn Leute Geräte stundenlang in Beschlag nehmen, weil sie 90% der Zeit damit beschäftigt sind sich mit irgendwem zu unterhalten. Oder aber einfach das Gerät mit Handtuch reservieren und dann mal eben irgendwo anders im Studio quatschen gehen....

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