Sonntag, 17. April 2016

Mythen rund um Sport und Ernährung aufgeklärt

Es gibt ein paar Mythen in der Ernährungs- und  Sportwelt, die einfach nicht tot zu kriegen sind. Ich bin mir sicher, dass ihr auch schon den ein oder anderen davon gehört und für wahr gehalten habt. Dabei basieren diese Mythen oft nur auf falsch interpretierten oder zu stark gehypten Statistiken. So etwas mutiert dann leicht und wird von allen möglichen Medien verbreitet, bis es sich im Wissen der "Masse" festgesetzt hat.

Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Es ist wahr, dass Eier Cholesterin beinhalten. Allerdings stellt unser Körper den größten Teil des benötigten Cholersterins selbst her. Überschüssiges Cholesterin wird entweder nicht aufgenommen oder die körpereigene Produktion wird gestoppt. Lediglich wer schon einen erhöhten Cholesterinspiegel hat, sollte nicht zu viele Eier essen.
Weder wegen des Cholesterins noch wegen der Kalorien sollte man übrigens auf das Eigelb verzichten - es hat besonders viele Nährstoffe, die sonst verloren gehen (und Lebensmittelverschwendung ist es auch).

Sport ist erst ab 30 Minuten zum Abnehmen effektiv

Wer abnehmen will, muss leider auf die einfache Bilanz der Kalorienzufuhr und -verbrennung zurückgreifen. Die Kalorien werden tagsüber durch unsere normalen Bewegungen und andere Vorgänge des Lebens in unserem Körper,  z.B. der Verdauung, verbrannt. Auch Sport kann Kalorien verbrennen. Sport verbrennt die Kalorien jedoch von der ersten Minute an.
Was der Körper verbrennt, also Fett oder gespeicherte Kohlenhydrate, ist dann noch mal eine ganz andere Frage, die von vielen einzelnen Faktoren abhängt.

Grüne Smoothies sind immer gesund

Allein die Farbe eines Smoothies sagt leider nichts über dessen Gesundheit aus, sondern was tatsächlich drin ist. Smoothies mit viel Obst und etwas Grünzeug enthalten zwar viele Vitamine, aber leider auch viel Fruchtzucker, der in der flüssigen Form besonders schnell aufgenommen wird und zum berüchtigten schnellen Steigen und Sinken des Blutzuckerspiegels führt. Besser ist es, wenn man für seinen grünen Smoothie eine gute Balance zwischen Gemüse und Obst hält. Um die Nährstoffe ausgewogen zu halten, sollte auch eine Fett- (z.B. Nüsse oder Nussmus) und Proteinquelle (Proteinpulver, Joghurt, Milch) hinzugefügt werden. Und: Abgesehen von Menschen, die zunehmen müssen, sollten Smoothies nicht zusätzlich zu den normalen Mahlzeiten getrunken werden.

Rohe Süßigkeiten sind gesünder als andere

Dieser Mythos ist nur teilweise falsch. Natürlich sind rohe, selbstgemachte Süßigkeiten gesünder als Kuchen, Muffins und Teilchen vom Bäcker o.ä. Allerdings basieren Rohkost-Süßigkeiten häufig auf großen Mengen von Nüssen und Datteln, was sie sehr fettig und zuckerhaltig macht. Sie sind also nicht per se gesünder - können aber wie alles in entsprechenden Maßen selbstverständlich genossen werden.

Krafttraining führt zu weiblichen Schwarzeneggern

Nein, nein und nochmals nein. Es gibt zwar einige weibliche Bodybuilder, aber die haben auch einen entsprechend rigorosen Ernährungs- und Sportplan (oder helfen nach...). Wer keinen Leistungssport treibt und sich gesund ernährt, wird keine Muskeln à la Arnie bekommen, selbst wenn man häufig und mit schweren Gewichten trainiert. Für das Muskelwachstum sind nämlich Hormone nötig und um derart große Musklen zu bekommen, haben Frauen nicht genug Testosteron.


Mobilisation, Crosstrianing und co. sind nur für Extremsportler

Auch das ist leider falsch. Denn wer immer nur eine Sportart betreibt, reizt auch immer nur dieselben Muskeln, Sehnen und Bänder. Das führt über kurz oder lang zu Schäden, die wiederum lange Trainingspausen zur Folge haben können. Deshalb ist es auch für "Weekend Warriors" wichtig, den Körper möglichst umfassend zu stärken. Dazu gehört, dass sämtliche Muskeln des Körpers sowie die Ausdauer trainiert werden sollten. Außerdem sind Mobilisations- und Dehnungsübungen wie z.B. mit der Blackroll wichtig für die Regeneration und den Schutz.

Bildquellen: Photo via VisualHunt, Eigenes Bild, pexels.com

1 Kommentar:

  1. Haha ich wünschte Krafttraining würde zu weiblichen Arnold Schwarzeneggern führen ;'D... Dann würde es nicht so lange dauern, bis man die gewünschte Muskulatur erreicht hat. Nur leider ist das mit den weiblichen Hormonen in der Regel nich so easy. ...

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