Montag, 2. Mai 2016

A Day in the life XII

Wo ich mich ja immer darüber auslasse, wie viel Stress ich momentan habe, dachte ich mir, dass ihr das vielleicht ja auch mal life sehen solltet. Also gibt es jetzt mal einen Überblick, wie so ein Tag bei mir im Moment aussieht und warum ich das Gefühl habe, für nichts mehr Zeit zu haben (beispielsweise habe ich momentan erstaunlich wenig Blogposts vorbereitet, aber bisher ignoriere ich das sehr gekonnt). Ironischerweise war ich seit letztem Donnerstag (der Thema dieses Posts ist) so viel unterwegs, dass ich ihn noch nicht fertig stellen konnte. Deshalb hier also besser spät als nie!

6:55 Mein Wecker geht los. Viel zu früh! Ich quäle mich aber direkt aus dem Bett, denn sonst würde
ich vermutlich noch viel zu viele Ausreden finden.

7:13 Frühstück vor dem Rechner. Böse Angewohnheit, die immer wieder aufkommt, wenn ich zu wenig Zeit habe.

7:35 Aufbruch von Zuhause. Nachdem ich am Montag erst meinen Fahrradschlauch gewechselt habe, hatte ich gestern schon wieder einen Platten und weder Zeit, noch Lust, um das Flickzeug rauszuholen. Der Nachteil daran ist allerdings, dass ich jetzt mehr Zeit zum Arzt brauche, weil es keine ordentliche Busverbindung gibt. Eigentlich wollte ich dabei ein paar Podcasts hören, aber mein Handy ist wegen eines Wackelkontakts nicht richtig aufgeladen.

8:05 Lungenfunktionstest. Nachdem letztes Jahr bei mir eine Pollenallergie diagnostiziert wurde, ist sie dieses Jahr ungefähr zehnmal schlimmer. Und ich hatte jetzt schon zweimal das Gefühl, nicht mehr richtig Luft zu bekommen. Dagegen habe ich zunächst ein Astmaspray verschrieben bekommen, aber zur Sicherheit will meine Ärztin die Lungenfunktion überprüfen. Und natürlich ging das gestern nicht mehr, weshalb ich jetzt ran muss. Meine Werte sind aber - Ausdauersport sei dank - besser als das Soll.

8:25 Seit zwei Wochen liegt mein ausgedruckter Praktikumsbericht bei mir herum, weil das Institut nicht direkt auf meinem Uni-Weg liegt und ich keine Zeit hatte. Letzteres ist gerade der Fall und so gehe ich das Ding erst mal abgeben. Im Übrigen ist es so kalt, dass ich wieder meine dicken Lammfell-Handschuhe ausgepackt habe. So was nennt sich Frühling!?

8:50 Bus zur Uni.

9:05 Ich bin jedes Mal so froh darüber, dass die Uni uns halbwegs ordentliche Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Sogar mit Steckdosen, sodass mein armes Handy jetzt mal Saft bekommt. Erst mal arbeite ich jedoch nicht, sondern beginne mit diesem Post.

9:27 Ein bisschen Arbeit muss auch sein. Ich recherchiere noch mal, wie ich für meine Bachelor-Arbeit Links zitieren soll und lese einen Aufsatz.

9:50 Erster Snack des Tages. Eigentlich bin ich noch nicht hungrig, aber ich will nach meiner Uni-Veranstaltung direkt zum Sport und hätte sonst davor mit 100 % Wahrscheinlichkeit Hunger.

10:15 Uni-Seminar über Behaviourismus. Ich bin teilweise aufmerksam, teilwese aber auch mit anderen Dingen beschäftigt, weil das Seminar im Großen und Ganzen Wiederholung ist. Immerhin gibt es zwischendurch eine Pause mit Bewegungsübungen, ein tolles neues Angebot des Hochschulsports.

11:45 Auf zum Sport. Zum Glück gilt meine Mitgliedschaft für alle Studios der Kette (zwischendurch hatte ich überlegt, diese Option zu kündigen), denn Herr Kürbis wohnt leider am anderen Ende der Stadt und es lohnt sich gerade nicht, nach Hause zu fahren. Sport schwänzen kommt aber nicht in Frage, also gibt es ein Crosstrainer-Workout.

12:45 Duschen, fertig machen. Ich mache das eigentlich ungern im Fitness-Studio, aber wenn es nicht anders geht, muss es eben so klappen. Allerdings bin ich gerade extrem enttäuscht von dieser neuen Filiale: Nur gemeinschaftliche Umkleiden (zwar mit Kabinen, aber trotzdem), für die Spinds bräuchte man Vorhängeschlösser, die Duschen muss man extra zahlen und Föns gibt es auch nicht. Das war definitiv mein letzter Besuch dort.

13:00 Endlich Mittagessen! Es gibt Rohkost und Tomaten-Käse-Cracker mit selbstgemachtem Kidneybohnendip. Auf dem Foto seht ihr übrigens das gesammelte Essen, dass ich an dem Tag mit mir rumgeschleppt habe.

13:15 Wo ich vorhin schon das Vergnügen vorgezogen habe, muss jetzt noch mal die Arbeit ran. Viel Literatur für meine Bachelor-Arbeit ist leider Präsenzbestand, weshalb ich zum Arbeiten in der Uni bleiben muss.

14:45 Jetzt geht es hoch zu Herr Kürbis, der mich schon Essen kochend erwartet: Pasta mit Lachs und Ingwer-Gurken-Gemüse.. Sehr lecker, sehr schnell. Wir quatschen noch ein bisschen in der Küche, während das Essen fertig wird.

16:15 Und wieder ein bisschen Arbeiten. Ich lese einen Text für mein Seminar und schreibe meinen heutigen BA-Abschnitt zu Ende, blogge allerdings auch noch ein wenig. Dazu: Kaffee!

17:50 Fertig machen. Ich hadere ja immer ein bisschen damit, dass ich durch den Sport teilweise mehrmals Schminken und Haare machen muss, bin aber auch oft zu eitel, um es zu lassen. Heute morgen war ich zu müde für ordentliches Make up, aber für die Abendgestaltung möchte ich jetzt doch mal. Bevor Herr Kürbis kommt, mache ich noch eine To-Do-Liste für die kommende Woche fertig, wo ich glücklicherweise frei habe.


18:15 Aufbruch. Es ist echt ätzend, dass mein Fahrrad kaputt ist, weil Herr Kürbis und ich sonst nur auf dem Rad unterwegs sind. Ohne Rad muss man sich viel mehr Zeit nehmen. Wobei ich es auch nicht schlecht finde, dass wir so "gezwungen" werden, diese Zeit miteinander zu verbringen ;)

18:30 Tanzkurs! Herr Kürbis und ich haben viel Spaß bei Walzer, Cha-Cha, Rumba und Discofox.

20:30 Wir sind zurück zuhause und natürlich gilt es als erstes, den hungrigen Magen zu versorgen. Ich habe Reste (Tomaten, Hähnchen, Kaiserschoten, Basilikum), zwei Käsebrote und ein kleines Brot mit Erdnussbutter und Banane.Danach schmeißen wir eine kleine Party in der Küche, räumen auf und quatschen.

22:40 Zeit, um ein bisschen runter zu kommen. Ich lese ein wenig.

23:15 Ab ins Bett!

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