Mittwoch, 15. Juni 2016

Der Klügere cremt ein - Sonnenschutz

Ich habe jetzt schon in jedem Sommer ein bisschen zu dem Thema geschrieben - aber noch nie einen ganzen Post. Vermutlich kommt es euch schon zu den Ohren raus, aber das Thema ist mir selbst zu wichtig, um es zu ignorieren. Denn je länger die Sonne jetzt scheint und je mehr wir uns draußen bewegen, desto wichtiger wird das Thema Sonnenschutz. Warum? Weil jeder Sonnenbrand das Risiko für Hautkrebs erhöht. Und wenn man mit so etwas Einfachem wie regelmäßigem Eincremen Krebs vorbeugen kann, dann wäre es dumm, das nicht zu tun.

In den meisten Drogerien gibt es mittlerweile ein ganzes Regal mit Sonnencremes. Ich will gar nicht auf einzelne Marken eingehen - die haben alle ihre Vor- und Nachteile, über die ihr selbst entscheiden müsst. Aber um die richtige Sorte Sonnencreme zu wählen, ist vor allem der Lichtschutzfaktor (LSF) wichtig. Der LSF gibt die Wirksamkeit der Sonnencreme an. Multipliziert man den LSF mit der Eigenschutzzeit der Haut, erhält man die Zeit, die man ohne Gefahr eines Sonnenbrands in der Sonne verbringen kann. Die Eigenschutzzeit der Haut hängt wiederum von der Pigmentierung der Haut ab. Welcher Hauttyp ihr seid, könnt ihr beispielsweise hier herausfinden. Man unterscheidet den LSF in den Stufen Basis (6-10), mittel (15-25), hoch (30-50) und sehr hoch (>50).
Die Formel von oben ist allerdings nicht ganz korrekt. Denn die Zeit, die man ungestört in der Sonne verbringen kann, hängt leider nicht nur von der Haut und dem LSF ab, sondern auch vom Ort, der Jahreszeit und dem Grad der Sonneneinstrahlung.
Neben dem Sonnenschutz an sich haben viele Sonnencremes mittlerweile auch zusätzliche Features, wie etwa pflegende Eigenschaften, Art der Auftragung oder Unterstützung bei der Bräunung. Dem ist prinzipiell nichts entgegen zu setzen (ich nutze selbst eine Sonnencreme mit Bräunungsfaktor), allerdings solltet ihr den Sonnenschutz als Hauptaugenmerk nehmen.

Ist die Sonnencreme erst einmal gekauft, heißt das leider aber noch nicht, dass man ausreichend vor der Sonne geschützt ist. Denn dazu muss die Sonnencreme richtig aufgetragen werden. Dazu sollte man nicht an Creme sparen. Etwa drei Esslöffel Sonnenmilch müssen mindestens auf den ganzen Körper aufgetragen werden. Dabei ruhig die Hilfe anderer annehmen, um auch jede Stelle des Körpers zu erreichen, die mit der Sonne in Kontakt kommt. Besonders wichtig ist es, die Stellen zu schützen, die der Sonne am meisten ausgesetzt sind. Dazu gehören Schultern, Nacken, Dekolleté, Füße, Nase und Stirn. Außerdem ist regelmäßiges Nachcremen angesagt - spätestens nach jedem Gang ins Wasser ist der Schutz der Sonnencreme deutlich herabgesetzt. Aber auch durch Schwitzen oder das bloße Einziehen der Creme sinkt der Schutz. Zum Sport sollte man deshalb extra Sport-Sonnencreme nehmen, denn oft vergisst man die Sonneneinstrahlung über der Anstrengung. Sport-Sonnencreme ist deshalb oft höher dosiert und vor allem schweißbeständig.

Aber leider ist es mit Eincremen allein nicht getan. Denn auch durch Kleidung können die Sonnenstrahlen gelangen und unsere Haut reizen. Wer sich lange draußen aufhält, sollte deshalb im Sommer auf spezielle Kleidung mit UV-Schutz achten. Statt einem LSF von 10 haben diese dann einen LSF von 40. Auch nicht vergessen werden, sollte die dünne Haut der Lippen. Wer das Gefühl von Sonnencreme darauf oder den Geschmack von Sonnencreme im Mund nicht mag, kann mittlerweile auch zu speziellen Lippenpflegestiften mit LSF greifen.
Schließlich müssen auch die Augen vor der Sonneneinstrahlung geschützt werden, ansonsten riskiert man im Alter Grauen Star. Sonnenbrillen sollten jedoch nicht nur modisches Accessoire sein. Erst mit UV- und CE-Siegel ist sichergestellt, dass die Brillen wirklich vor Sonne schützen. Dabei sollten die Brillen mindestens einen UV-Wert von 400 erreichen. Unterstützen kann man die Sonnenbrille übrigens auch durch einen Sonnenhut - damit schützt man auch gleichzeitig den Kopf vor Überhitzung und das Gesicht vor Sonnenbrand. Dann steht dem Sonnenbad auch nichts mehr im Wege.

Bildquellen: skitterphoto.com, kaboompics.com, visualhunt.com

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