Sonntag, 10. Juli 2016

Countdown: 10 Vorteile einer fleischarmen Ernährung

Ich habe bewusst "fleischarm" und nicht "vegetarisch" in den Titel geschrieben, denn da ich selbst ja keine Vegetarierin bin, käme mir das sonst merkwürdig vor. Trotzdem esse ich aber nicht häufig Fleisch und halte das aus mehreren Sichtweisen für eine sehr gute Sache. Vielleicht überzeugen euch ja auch ein paar Vorteile der fleischarmen Ernährung.
  1. Es ist nährstoffreicher. In den meisten Fällen muss man Fleisch gut durchgaren, damit man es gefahrlos verzehren kann. Durch die Hitze gehen jedoch auch viele Nährstoffe verloren. Bei Gemüse ist das jedoch bis auf wenige Ausnahmen nicht nötig. Es kann und sollte auch roh verzehrt oder möglichst schonend gegart werden, um die Vitamine zu erhalten.
  2. Es ist günstiger. Eine Packung Hähnchenbrust kostet im Discounter ca. 3€. Wir alle wissen, was für eine schlechte Qualität das ist. Für 3€ bekomm ich aber auch ein Kilo Möhren, ein Kilo Kartoffeln und einen Salatkopf, also schon einen Großteil einer Mahlzeit. Wenn es hochkommt, zahle ich für das gleiche Gemüse in Bio-Qualität 5€ für das Fleisch hingegen eher 8-10€. Es ist klar, worauf ich hinaus will, oder?
  3. Es könnte gesünder sein. Es gibt mittlerweile immer mehr Studien, die beweisen, dass der Verzehr von tierischen Fetten eher zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Krankheiten führt (Solche Studien werden beispielsweise bei Food is medicine öfter vorgestellt). Ein Risiko für eine solche Krankheit zu umgehen, ist doch immer gut, nicht wahr?
  4. Gemüse hält sich länger. Wird die Kühlkette nicht unterbrochen, hält sich Fleisch meist drei bis vier Tage, höchstens eine Woche. Gemüse kann sich jedoch deutlich länger halten und man muss nicht so vorsichtig im Umgang damit sein. Das gleiche gilt im Übrigen für Fleisch/Gemüse zum Verzehr unterwegs. 
  5. Es macht Lust auf Veränderung. Ich weiß nicht, ob die beiden Sachen wirklich in Verbindung stehen, aber ich habe schon oft bei anderen und auch an mir selbst beobachtet, dass Menschen mit einer fleischarmen Ernährung häufig eher experimentierfreudig sind. Kein Wunder, denn es gibt tolle vegetarische Gerichte aus aller Welt, z.B. Curry, Ratatouille oder Falafel.
  6. Die Hygiene ist einfacher zu gewährleisten. Speziell bei Geflügel sollte man ein eigenes Brettchen und Messer nehmen, um keine Salmonellen zu verbreiten. Bei Gemüse ist das jedoch egal.
  7.  Es ist ballaststoffreicher. Ballaststoffe regen unsere Verdauung an und sind somit wichtig für die Gesundheit. Fleisch enthält jedoch kaum Ballaststoffe. Pflanzliche Eiweißquellen wie Bohnen, Hülsenfrüchte oder Tofu dafür umso mehr.
  8. Es kann Leben retten. Wir alle wissen mittlerweile, dass die massenhafte Produktion von Fleisch und Fisch nicht ohne Antibiotika geht. Doch dieser große Einsatz von Antibiotika sorgt dafür, dass mehr multiresistente Keime entstehen. Im Falle einer Krankheit kann man dann nur hoffen, dass man keinen solchen Keim erwischt hat und die Antibiotika voll anschlagen.
  9. Es führt zu weniger Resten. In unserer modernen Gesellschaft essen wir viel zu oft nur bestimmte Fleischstücke wie Brust oder Schinken, während wir Innereien oder nicht so schmackhafte Stücke vermeiden. Ein Tier besteht jedoch auch aus diesen Teilen, die dann entweder entsorgt, nicht artgerecht verfüttert oder wirtschaftszerstörend exportiert werden. Beim Gemüse hingegen können sogar die Abfälle durch Kompostvorgänge noch ihren Teil beitragen.
  10. Man kann Gewürze besser einsetzen. Fleisch hat oft einen starken Eigengeschmack, den man durch Gewürze oft nur noch verfeinern kann. Den Geschmack von Gemüse hingegen kann man durch Gewürze ganz unterschiedlich aufbauen und verstärken. 
Bildquellen:  Photo via Visualhunt.com

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