Mittwoch, 6. Juli 2016

Wanted: Erdnüsse

Es wundert mich ja sehr, dass ich in vier Jahren Bloggen und einer noch längeren Erdnussbutter-Sucht noch nie hier über Erdnüsse geschrieben habe. Dabei schmecken Erdnüsse nicht nur lecker. Sie sind auch nährstoffmäßig durchaus zu empfehlen und äußerst vielseitig einsetzbar. Deshalb: Vorhang auf für die Erdnuss!
 
Was sind Erdnüsse?

Erdnüsse gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler. Sie sind damit in der gleichen Unterfamilie wie Erbsen oder Bohnen, worauf der englische Name peanut ("Erbsennuss") bereits hinweist. Anders als die meisten Hülsenfrüchte sind Erdnüsse jedoch auch roh genießbar. Sie erinnern an Nüsse, weil sie einen relativ hohen Fett- und einen geringen Stärkeanteil haben. Im Vergleich zu anderen Nüssen enthalten sie allerdings weniger Omega-3-Fettsäuren.
Erdnüsse stammen aus Südamerika, werden jedoch heutzutage überall in den (Sub-) Tropen angebaut. Die Erdnusspflanze erinnert an ein Kraut. Zwischen Juli und September können die Erdnüsse geerntet werden. Diese wachsen unter der Erde in der typischen Schale, welche jedoch anders als bei anderen Hülsenfrüchten geschlossen bleibt (eine weitere Ähnlichkeit zu den Nüssen). Nach der Ernte werden die Erdnüsse getrocknet und dann geschält.

Warum Erdnüsse?

So wie die meisten Hülsenfrüchte haben Erdnüsse einen sehr hohen Eiweißanteil. Es sollte zwar nicht außer Acht bleiben, dass etwa die Hälfte der Erdnuss aus Fett besteht, jedoch können sie mit ihren 24% Protein eine wichtige Ergänzung für Veganer und Vegetarier sein. Dazu kommt, dass Erdnüsse viele wichtige B-Vitamine wie B3, 5, 6 und 9 enthalten. Insbesondere B9 (Folsäure) kann eine wichtige Nahrungsergänzung sein. Zudem enthalten Erdnüsse viel Vitamin E.
Bei den Mineralien können Erdnüsse bei Kalium und Phosphor glänzen, außerdem finden sich Calcium, Natrium, Zink und Eisen darin. Erdnüsse enthalten außerdem mit den Cashews zu den pflanzlichen Lebensmitteln mit hohem Magnesiumanteil.

Wie werden Erdnüsse genutzt?

Erdnüsse werden vor allem gesalzen oder mit Wasabi gern als Snack verzehrt. Eine andere beliebte (!) Variante ist die Erdnussbutter bzw. das Erdnussmus. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass kein Zucker, Fett oder andere Stoffe hinzugesetzt werden. Erdnussmus lässt sich nicht nur in Kuchen und auf dem Brot süß genießen, sondern auch herzhaft in vielen asiatischen Gerichten. Auch Erdnussöl ist in der asiatischen Küche sehr beliebt.

Übrigens 
  • Das allergene Potential von Erdnüssen ist sehr hoch und kann weitreichende Folgen haben. Deshalb werden Erdnüsse in der Schwangerschaft und für Kinder kritisch diskutiert.
  • Erdnüsse in Süßspeisen sind meist geröstet, da die ungerösteten Erdnüsse stark anfällig für Schimmelpilze sind.
  • Mit Milchpulver, Öl und Zucker vermischt wird Erdnussbutter als Plumpy'nut wegen der hohen Energiedichte gegen Unterernährung in der Entwicklungshilfe eingesetzt.
Bildquelle: Visual hunt

Kommentare:

  1. Danke für diesen informativen Post! Erdnüsse esse ich auch total gerne - vor allem die zum selbst knacken. Diese ganzen Vitamine hatte ich noch gar nicht so richtig auf dem Schirm, nur der geringere Omega-3-Fettsäuren-Anteil war mir bewusst, weswegen ich in letzter Zeit eher auf Walnüsse umgestiegen bin.

    Viele Grüße

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    1. Sehr gern! Ich muss sagen, dass ich als Snack auch lieber Walnüsse mag. Mir schmecken Erdnüsse vor allem in der gemahlenen Version ;)

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  2. Sehr schöner Artikel über Erdnüsse. Der Eiweißanteil ist wirklich sehr hoch. Deswegen eignen sich Erdnüsse auch für den Muskelaufbau. Ich werden jetzt öfters vorbei schauen.
    Viele Grüße
    http://lionfit.de/

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