Mittwoch, 24. August 2016

Mein neuer Fitness-Tracker {Fitbit Charge HR}

Vor einigen Wochen machte leider meine geliebte Pulsuhr schlapp. Vermutlich war der Brustgurt oder der Transponder kaputt, jedenfalls schaffte sie es nur noch sehr unregelmäßig, meine Herzfrequenz zu messen. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt knapp bei Kasse war, war das für mich die perfekte Ausrede, um mir einen Fitness-Tracker zu kaufen. Nach kurzer, aber intensiver Recherche fiel meine Wahl auf den Fitbit Charge HR und nach den ersten Wochen bin ich weiterhin sehr zufrieden.

Der Fitbit Charge HR kommt als Armband in verschiedenen Farben und Größen. Die Größe wird anhand des Umfangs des Handgelenks bestimmt. Für mich hätte auch noch S gepasst, ich bin allerdings schon von meiner engen Armbanduhr genervt, weshalb ich mich für M entschieden habe, was an meinem Handgelenk wiederum ein wenig klobig aussieht. Mir persönlich gefällt die Optik des Fitbits nicht so gut wie die vergleichbaren Tracker von Jawbone und co. Außerdem muss ich leider sagen, dass insbesondere das Display ziemlich schnell einige Kratzer gekriegt hat. 

In dem Display kann man sich neben der Uhrzeit auch wichtige Daten anzeigen lassen. Hat man in der App ein Hauptziel eingestellt, vibriert das Armband, wenn man dieses Ziel erreicht hat.
Am Anfang hatte ich große Sorge, ob meine empfindliche Haut das Plastikarmband vertragen würde. Hier habe ich jedoch keine Probleme. Ich wechsele regelmäßig die Stelle des Armbands, habe es nicht zu eng geschlossen und achte darauf, es nur auf trockener Haut zu tragen. Übrigens ist das Armband gegen Wasserspritzer geschützt und sollte regelmäßig feucht abgewischt werden.
Insgesamt hält der Akku bei mir etwa drei Tage, allerdings hält er vermutlich noch länger, wenn man das Display nicht nutzt. Leider wird ein leerer Akkustand erst sehr spät am Armband angezeigt. Andererseits lädt der Akku auch sehr schnell auf - bei mir dauert es zwischen 60 und 90 Minuten.

Als Fitness-Tracker misst der Fitbit Charge HR sämtliche Aktivitäten des Alltags. Es zählt die Anzahl der Schritte und Kilometer und erkennt angeblich auch, wie viele Etagen man zurücklegt. Hier liegt allerdings auch schon die größte Schwäche des Fitbits. Als Armband misst der Fitbit auch schon mal Bewegungen des Arms als Schritte (Beispielsweise habe ich schon Kilometer beim Teigkneten hinter mich gebracht). Die Etagenberechnung ist eigentlich immer falsch. Vermutlich kommt das daher, dass der Fitbit beispielsweise Squats oder Hinsetzen auf den Boden als Etage verzeichnet.
Außerdem misst der Fitbit Charge HR kontinuierlich den Herzschlag. Für mich war das definitiv eine ausschlaggebende Funktion. Ich muss keinen blöden Brustgurt mehr tragen und habe eine akurate Messung meiner Aktivitäten, wodurch sich wiederum meinen Kalorienverbrauch exakt berechnen lässt.
Beim Sport kann man den Fitbit durch langes Drücken des Knopfs an der Seite aktivieren. Ansonsten erkennt der Tracker meist auch rudimentär, wenn man sportlich aktiv ist. Zum Joggen kann man auch eine GPS-Streckenmessung machen lassen, dieses Feature habe ich aber noch nicht benutzt.

Zu guter letzt misst der Fitbit Charge HR auch das Schlafverhalten. Ich kann nicht genau sagen, inwiefern der Fitbit den Unterschied zwischen Lesen und Schlafen im Bett erkennt, aber mir scheint die Messung relativ akkurat. Aus dem Schlafmodus raus geht der Tracker hingegen erst, wenn man morgens wirklich aufsteht. Während des Schlafens registriert der Tracker jeweils, ob man wach oder unruhig ist.
Wer möchte, kann sich vom Fitbit daran erinnern lassen, dass jetzt Schlafenszeit ist. Auch ein Vibrationswecker ist möglich - für mich sehr praktisch, wenn ich mit anderen in einem Zimmer übernachte, weil der Wecker so leise ist.

Alle Daten fließen in der App zusammen (über Bluetooth). Wie ihr an den Bildern sehen könnt, ist diese visuell sehr schön aufgebaut. In der App lassen sich alle Ziele individuell erhöhen oder verringern oder korrigieren (z.B. Schlafenszeit, Art der Aktivität). Außerdem ist die Kopplung mit einem Ernährungstagebuch möglich (habe ich noch nicht genutzt). Durch die netten Diagramme kann man sich schnell einen Überblick über die Daten verschaffen. Des Weitere kann man sich mit Freunden verbinden und battlen oder verschiedene Abzeichen gewinnen. Auch das habe ich noch nicht genutzt.
Die größte Frage bei so einem Fitness-Tracker ist wohl, ob man so viele Daten von sich sammeln und preisgeben möchte. Wer die Fitbit-App nutzen will, stimmt zu, dass die Daten von Fitbit gespeichert werden. Ich persönlich habe mich dafür entschieden, aber diese Entscheidung muss jeder für sich treffen.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich mit dem Fitbit Charge HR sehr zufrieden bin und hoffe, dass er mich noch lang begleitet. Dank der Aktivitätsdaten habe ich eine ganz neue Auffassung davon, wie aktiv ich überhaupt bin und wo ich vielleicht noch an einigen Stellrädern schrauben kann.

Kommentare:

  1. Das Etagen zählen ist auch bei der Garmin Vivofit HR die Größte Schwäche. Er zählt zwar nicht zu viele Etagen, aber er zählt viele nur einfach nicht. Daher habe ich diese Funktion per App aus gestellt. Finde die FitBit insgesamt hübscher als meine Garmin.:)

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    1. Ausstellen kann man die Etagen beim Fitbit leider nicht. Aber ignorieren ist ja auch kein Problem.
      Mir persönlich gefällt der kleinere Display auch besser. Am Armband wäre mir ein Display so oder so zu klein (bin ja auch weitsichtig), insofern nutze ich sowieso eher die Übersicht in der App. Da braucht es dann auch keinen großen Display.

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