Donnerstag, 18. August 2016

Warum ist Eisen so wichtig?

Beim Schreiben des Haferflocken-Posts ist mir aufgefallen, dass ich ja noch gar keinen Eisen-Artikel auf dem Blog veröffentlicht habe. Dabei ist Eisen immer wieder ein Thema für mich, beziehungsweise der Mangel davon. Leider gehöre ich nämlich zu den (meist vegetarischen, jungen, weiblichen) Menschen, die regelmäßig gegen einen Eisenmangel und die entsprechenden Folgen zu kämpfen haben.

Eisen ist so wichtig für den Körper, weil es an einigen kritischen Stellen im Stoffwechsel ansetzt. So ist der Transport und die Aufnahme von Sauerstoff und der Stoffwechsel der einzelnen Zellen vom Eisen im Körper abhängig.
Ein Eisenmangel macht sich deshalb deutlich im Körper bemerkbar, kann aber mit so vielen Symptomen auftreten, dass er nur schwer zuordbar ist. Eisenmangel äußert sich meist vor allem durch eine starke Müdigkeit und Kraftlosigkeit. Nägel und Haare werden brüchig, es entstehen Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsstörungen. Am einfachsten wird ein Eisenmangel über einen Bluttest beim Arzt getestet. Dieser kann dann entscheiden, ob eine eisenreiche Ernährung reicht, man supplementieren muss oder sogar Eiseninfusionen erfolgen müssen.
Eisenmangel entsteht meist durch Blutverlust, wie er bei Wunden, inneren Blutungen oder durch die Menstruation vorkommt. Aber auch in der Schwangerschaft kann ein Eisenmangel auftreten, da sich dann der Eisenbedarf fast verdoppelt.

Eisen ist vor allem in dunklen Fleischsorten und Innereien enthalten. Manche Menschen berichten deshalb davon, dass sie bei einem Eisenmangel richtige Gelüste auf Fleisch entwickelt haben. Aber auch pflanzliche Lebensmittel können gute Eisenquellen sein. Dazu gehören vor allem Haferflocken, Brokkoli, Spinat, Linsen, Sesam, Weizenkleie und getrocknete Aprikosen. Allerdings ist pflanzliches Eisen nicht gleich tierisches Eisen. Das Eisen in Pflanzen kann weniger gut aufgenommen werden als das Eisen in Fleisch. Außerdem gehört Eisen zu den Stoffen, deren Aufnahme leicht verhindert wird - etwa durch Milchprodukte, Koffein und Magnesium. Wer also auf seinen Eisenspiegel achten muss, sollte etwa zwei Stunden nach dem Eisenverzehr auf solche Produkte verzichten. Hilfreich kann hingegen der Verzehr von Vitamin C sein.

Früher wurden Vegetarier vor allem deshalb kritisiert, weil der Körper angeblich durch die vegetarische Ernährung mit Eisen unterversorgt wird. Vegetarier (bzw. jeder, der nur wenig Fleisch isst, so wie ich) sollten ihren Eisenspiegel im Auge behalten und sollten eventuell auf spezielle Nahrungsmittelkombinationen zurückgreifen. Chili sin carne ist beispielsweise ideal, weil das Vitamin C aus Paprika und Tomaten die Eisenaufnahme aus Bohnen erhöhen kann (besonders gut sind weiße Bohnen). Aber auch Hummus (Sesam, Petersilie und Kichererbsen enthalten viel Eisen) mit Paprika oder Möhren kann eine gute Alternative sein. Wichtig ist, sich der Gefahr bewusst zu sein und immer auf Veränderungen im eigenen Körper zu achten.

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