Sonntag, 18. September 2016

Die vier Komponenten des Sports

Wenn man Sport einmal nicht nur als bloßes Mittel zum Abnehmen oder Muskelaufbau betrachtet, ist Sport vor allem ein Mittel, um die eigene Gesundheit zu fördern und den Körper zu stärken. Das geht jedoch nicht nur einfach so, indem man jeden Tag seine Runden joggt oder ein paar Gewichte stemmt. Zu einem gesunden, ausgewogenen Training gehören vier Komponenten: Ausdauer, Kraft, Mobilität und Koordination. Die meisten bauen diese vier Elemente schon unbewusst in ihr Training ein. Doch gerade wenn der Fortschritt stagniert oder Verletzungen drohen, lohnt es sich, einmal alle Komponenten im eigenen Training zu überprüfen.

Ausdauer

Wer seine Ausdauer trainert, gewöhnt Kreislauf, Stoffwechsel und Muskeln an hohe Belastungen. Dabei kann man den Körper auf kurze, hochintensive Belastung (100-Meterlauf, HIIT-Training), längere, gleichmäßige Belastung (Marathon) oder eine mittelfristige, intensive Belastung (Mittelstreckenlauf) trainieren. Ausdauertraining ist deshalb so wichtig, weil es das Herz stärkt und die Durchblutung fördert. Wer Ausdauersport betreibt, hat oft einen geringeren Blutdruck und ein niedrigeres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen. Ausdauer kann man beispielsweise beim Joggen, Tanzen, Schwimmen, Radfahren usw. trainieren.

Kraft

Beim Krafttraining werden den Muskeln neue Reize gesetzt, auf die sie dann mit Wachstum und Kraftzusatz reagieren. Hierbei kann das Krafttraining mehr funktional betont werden oder auf das Aussehen gehen (große Muskeln mit wenig Kraft). Gerade in Zeiten, wo wir ständig sitzenund Maschinen uns den Großteil kraftintensiver Betätigungen abnehmen, ist es wichtig, dass wir unsere Muskeln dennoch stärken. Regelmäßiges Krafttraining führt zu weniger Verletzungen, stärkt die Knochen und regt den Stoffwechsel an. Krafttraining kann man entweder mit dem eigenen Körper, Gewichten oder diversen Fitnessgeräten absolvieren.


Koordination

Dies ist sicherlich der Bereich, der am meisten vernachlässigt wird. Koordination beim Training beinhaltet zum einen den Erwerb eines Körperbewusstseins. Zum anderen trainiert man jedoch, gezielt bestimmte Muskeln anzusprechen, sich schneller zu bewegen und Muskelketten statt isolierten Muskeln zu benutzen. Koordination trainiert man zum Beispiel beim funktionalen Training, Balance-Übungen, Reaktions-Übungen und überall dort, wo verschiedene Msukeln in gegenläufigen Bewegungen arbeiten.

Mobilität

Mobilität ist ebenfalls wichtig in der Verletzungsprävention. Hierbei werden Muskeln und Faszien gedehnt und Gelenke mobilisiert. Dadurch erhält man eine erhöhte Beweglichkeit und stärkt gleichzeitig die Muskeln, Sehnen und Bänder. Mobilität wird oft schon beim Aufwärmen oder klassischen Dehnen in das Training integriert. Wer noch mehr Mobilität trainieren will, kann dies beispielsweise beim Yoga oder dem Faszientraining tun.


Natürlich heißt das nicht, dass man sämtliche Elemente des Trainings in jedem Workout vereinen muss. Langfristig sollte man jedoch darauf achten, dass man alle Elemente in seinem Training vereint. Ich versuche zum Beispiel in der Woche zwei klassische Kraftworkouts, ein Kraftausdauertraining und zwei Cardio-Workouts zu machen. Nach jedem Training ist bei mir eine Dehnsession dran. Außerdem mache ich jeden Tag 10 Minuten Yoga und trainiere dabei unter anderem Balance-Übungen. Schließlich versuche ich noch, zweimal in der Woche eine Faszienmassage mit der Blackroll zu integrieren.
Ihr müsst das nicht alles auf einmal so machen. Bei mir kam das auch erst nach und nach und für mich funktioniert es so. Letztlich gilt aber: Jeder Sport ist besser als kein Sport!

Bildquellen:  Caden Crawford (CC BY-ND), yogamama.co.uk (CC BY-NC-SA)via Visualhunt

Kommentare:

  1. Das ist mal ein schöner Beitrag. Ich bin nämlich jemand, der die Koordination bisher völlig vernachlässigt hat und sich auch nur ca. 5 Minuten 6x pro Woche dehnt. Fallen dir Übungen ein, die ich für die Koordination machen könnte?

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Zur Koordination könntest du beispielsweise Balancieren, also auf Baumstämmen, Slacklines usw. Seilspringen mit verschiedenen Techniken würde für mich auch unter Koordination fallen, genauso wie Handstand, einbeinige Positionen oder "Hebefiguren" aus dem Yoga.

      Löschen