Sonntag, 2. Oktober 2016

Gesund auf Reisen

Dieses Jahr bin ich für meine Verhältnisse ganz schön viel unterwegs. Natürlich macht es das nicht immer leichter, meine gesunde Lebensweise beizubehalten. Noch dazu gilt es ein Gleichgewicht zu halten: Auf der einen Seite will ich meinen Urlaub bzw. meine Reise genießen, auf der anderen Seite meinen gesunden Lebensstil beibehalten. Mittlerweile habe ich da allerdings einige Kompromisse gefunden, mit denen ich gut zurecht komme. Während ich jetzt also im Flieger von Florenz nach Hause sitze (keine Sorge, ein Extrapost dazu kommt noch), sind hier meine besten Reisetipps.

Reiseproviant

Reisen macht hungrig, Punkt und Ende. Bei mir kommt noch dazu, dass ich schnell unter Reiseübelkeit leide, die ich nur dadurch bekämpfen kann, dass ich konstant einen halbwegs vollen Magen behalte. Deshalb packe ich mir meist viel Essen für die Reise ein. Wichtig dabei: Es muss leckeres Essen sein, sonst erliege ich doch der Versuchung der Bäcker und Fastfoodrestaurants. Ich erlaube mir immer nur zwei Ausnahmen: Kaffee und Laugengebäck. Letzteres hilft mir persönlich am besten gegen meine Reiseübelkeit, ersteres sorgt dafür, dass ich wach und gut gelaunt bleibe.
Wenn ich reise, habe ich außerdem immer genügend Getränke bei mir. Gerade bei den Temperaturen, die es im Sommer in Zügen oder Autos schon mal geben kann, ist viel Trinken wichtig. Auch wenn man dann schon mal auf öffentliche Toiletten angewiesen ist, trocknen Klimaanlagen sonst die Scheimhäute aus, was auch zu Erkältungen führen kann.

Sportlich unterwegs

Meinen Sport mache ich mittlerweile auch im Urlaub. Meistens gehe ich dabei joggen - so kann man wunderbar einen neuen Ort erkunden und die Umgebung genießen. Wenn mir nach Krafttraining zumute ist, mache ich meist Yoga oder Freeletics. Für beides brauche ich kein Zubehör, sondern allerhöchstens einen weichen Untergrund. Ein Park mit einer Wiese lässt sich jedoch an den meisten Orten finden. Ich finde es meistens nicht schwierig, in meinen Koffer noch die Sportschuhe einzupacken. Die Sportklamotten packe ich meist als letztes in die Zwischenräume - es macht ja sowieso nichts, falls die verknittern.
Um mich auch wirklich zum Sport zu motivieren, mache ich mir meistens schon vorher Gedanken darüber, welche Workouts ich wann machen will und vielleicht sogar mit wem. Je weniger ich im Urlaub selbst darüber nachdenken muss, was ich mache, desto wahrscheinlicher ist es, dass ich auch wirklich damit anfange. Im Urlaub finde ich übrigens Sport am Morgen am angenehmsten. Je nach Reiseziel ist es dann nämlich noch schön kühl. Außerdem hat man danach noch den ganzen Tag und startet mit einem gesunden, frischen Gefühl. Wenn ich abends kaputt vom Tag bin, könnte ich mich im Urlaub vermutlich nicht motivieren.

Ernährung auf Reisen

Auf Reisen achte ich selten stark auf meine Ernährung. Meist hat man ja ohnehin kaum eine Wahl,
was man essen kann. Wenn ich auf Tagungen bin, gibt es meist nur ein oder zwei Alternativen, zwischen denen man wählen kann. Da entscheide ich meistens nach Geschmack und Laktosegehalt. Bin ich Selbstversorgerin oder gehe in ein Restaurant, versuche ich immer, den besten Kompromiss zwischen Preis, gesundem Essen und Aufwand zu finden. In den meisten Ländern gibt es allerdings mittlerweile auch Salate oder Smoothies, mit denen ich dann schon mal "supplementiere". Überhaupt versuche ich, täglich mindestens einen Salat mit möglichst viel Gemüse zu essen, um auf meine täglichen Nährstoffe zu kommen. Ebenfalls ein Trick dazu: Bei den meisten Frühstücksbuffets gibt es ungeschnittenes Obst. Ich nehme mir meist einen Apfel davon mit, damit ich am Tag einen gesunden Snack habe.
Auch von zuhause kann man sich einiges mitbringen. Mich begleitet auf den meisten Reisen laktosefreie Kaffeesahne, damit ich ohne schlechtes Gewissen meinen Kaffee trinken kann. Außerdem versuche ich, BCAAs mitzunehmen, damit ich genügend Proteine bekomme. Auf Reisen nehme ich außerdem gern Riegel mit - entweder ersetze ich damit ganze Mahlzeiten (um nach einer langen Nacht auf mehr Schlaf zu kommen, indem ich das Frühstück auslasse) oder ich ergänze (z.B. mit Superfood- oder Proteinriegeln).

Priorität auf Reisen hat für mich absolut das Genießen und der Spaß. Aber gerade die kleinen Mittel können den Urlaub meist gesunder machen, als man denkt. Insofern versucht einfach euer bestes - und habt kein schlechtes Gewissen, wenn ihr mal ungesünder esst oder einfach nur faul seid!

Kommentare:

  1. Ach, Florenz. Daran habe ich keine guten Erinnerungen und ich hoffe, dein Urlaub lief wesentlich schöner ab als meine Studienfahrt damals!

    Wenn ich auf Reisen gehe, brauche ich auch immer gaaanz viel Wasser - nichts stresst mich mehr als der Gedanke, mir könnte das Leitungswasser ausgehen. (Kann man ja im Zug auch nicht nachfüllen...). Essen ist auch meist dabei, damit ich mir nichts kaufe(n muss). Nur eine Laugenbrezel gönne ich mir manchmal doch, weil ich die so liebe.

    Mein Sport auf Reisen ist auch das morgendliche Joggen. Ich liebe es, so meine Umgebung zu erkunden und danach wach und fit zu sein :)

    Was Verpflegung angeht, versuche ich, Unterkünfte ohne Verpflegung zu finden, sodass ich einfach im Supermarkt täglich Obst, Gemüse, Brötchen und Quark kaufe. Und Nüsse finde ich gut, um sie direkt mit in den Urlaub zu nehmen :)

    Liebe Grüße

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    1. Oh ja, Wasser finde ich auch ganz wichtig. Da schleppe ich mich am Anfang lieber krumm, als am Ende durstig zu sein. Und ich brauche auch meistens meinen Trip zum Supermarkt, um Nachschub zu holen.
      In fremden Umgebungen gehe ich auch sehr gern joggen, allerdings nicht im Städteurlaub, weil man da ja nun wirklich genug rumläuft.

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