Mittwoch, 16. November 2016

App und ein Ei: DownDog

Im Frühsommer hatte ich schon mal eine Phase, in der ich fast täglich Yoga gemacht habe. Zwischendurch habe ich das ein bisschen schleifen lassen, aber seit einigen Wochen bin ich wieder dabei. Mir tut Yoga einfach gut: Es entlastet meinen Rücken, meine Muskeln regenerieren dank der regelmäßigen Dehnung schneller und es sorgt dafür, dass ich ruhiger und entspannter bin. Leider mache ich sehr ungern das selbe Workout zweimal. Mittlerweile kenne ich genug Posen, sodass ich auch eine eigene Abfolge erstellen könnte, aber ich will mich im Yoga fallen lassen und nicht über Reihenfolgen, Posen und Gegenposen nachdenken. Deshalb war ich sehr froh, als ich diese App gefunden habe.

Name: DownDog
Verfügbar für: Android, iOs
Preis: Kostenlos, Abo möglich

Pro:
  •  Bei der Basis-Version von DownDog kann man sich Yoga-Abfolgen erstellen lassen. Wählen kann man dabei zwischen der Schwierigkeitsstufe (Beginner 1, Beginner 2, Advanced, Intermediate), dem sportlichen Anspruch (normal oder restorative) und der Zeit (15-90 Minuten).
  • Die Übungen werden von einer sehr verständlichen Stimme angesagt, zusätzlich gibt es Bilder zu den Posen.
  • Man kann zwischen ruhiger musikalischer Begleitung und Stille entscheiden (als Abonnent sind noch Acoustic, Instrumental und Soft Instrumental verfügbar).
  • Als Mitglied kann man außerdem die Geschwindigkeit der Sequenz bestimmen.
  • Jede Sequenz wird individuell erstellt. Man lernt eine Vielzahl an Übugnen kennen und vertieft diese, es wird jedoch gleichzeitig nie langweilig.
  • Zu jeder Sequenz ist Feedback möglich, entweder als Rating oder Freitext.
  • Während einer Sequenz ist es individuell einstellbar, ob man die Namen der Posen in Englisch oder Sanskrit sehen will, ob der Zeitregler sichbar sein soll und wie laut Musik und Stimme sein sollen.
  • Bei Posen, die länger gehalten werden, wird ein Countdown eingeblendet.
  • Nach der Sequenz kann die Playlist eingesehen werden.
Kontra:
  •  Man kann nicht vorher sehen, welche Posen in der Sequenz dran kommen oder bestimmen, ob ein bestimmter Fokus gelegt werden soll (z.B. bei Rückenschmerzen).
  • Es gibt nur Standbilder. Ich würde die App niemandem empfehlen, der nicht schon Yoga-Erfahrungen hat, da die Übergänge sonst schwierig werden könnten (sie werden angesagt, ich finde rein akkustische Anweisungen aber generell schwierig).
  • Es gibt eine Zeit für Shavasana, allerdings wird die Meditation nicht angeleitet (ich mag Zitate oder geführte Meditatonen sehr gern). Außerdem wird das Shavasana vergleichsweise schnell aufgelöst.
  • Die einzelnen Posen werden sehr lang gehalten, ich persönlich mag allerdings lieber Vinyasa-Yoga bzw. Flows, in denen die Posen in die Sonnengrüße eingefügt werden.
Was es bringt 

Für mich hat DownDog den Vorteil, dass ich nicht sehr lang überlegen muss, auf welches Yoga-Video ich jetzt gerade Lust habe. Ich muss mich nur zwischen der Schwierigkeit, Länge und dem Anspruch entscheiden und bekomme dafür ein professionell generiertes Yoga-Workout. Für mich sinkt damit die Hemmschwelle, weil ich nur noch meine Yogamatte auspacken muss und dann loslegen kann. Wenn ich spezielle Ansprüche an mein Yoga-Workout habe (Dehnung bestimmter Körperregionen, Flows, Meditation) würde ich dennoch zu anderen Videos greifen, aber für "08/15-Yoga" ist diese App ideal.

Bildquelle: https://lh3.googleusercontent.com/IQIowS35TcZMobjZgs7xsC84IMT_ZQvKrptx_fv9UzhrPlfT0xJJ0hQewXsZJfmEoK8=w300

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