Mittwoch, 14. Dezember 2016

Selbstliebe im Dezember: Entspannung in den Feiertagen

Ich weiß, dass ich euch seit geraumer Zeit mit meinem Stress volljammere und das ist in der Weihnachtszeit natürlich nicht besser geworden. Aber trotzdem habe ich in den letzten Tagen und Wochen Strategien gefunden, um mit diesem Stress umgehen zu können. Zur Halbzeit des Monats (denn für die wenigsten von uns endet der Stress an Weihnachten) und im Countdown auf Weihnachten möchte ich gern diese Tipps mit euch teilen.

Für mich war es eine ganz wichtige Erkenntnis, dass ich zusätzlich zu all dem Stress nicht auch noch perfekt sein muss. Ich muss nicht jeden Tag aufwendige Salate oder die gesündesten Mahlzeiten essen. Stattdessen tut es auch ein schneller Smoothie zwischendurch und das hundertste Nudelgericht. Dann mache ich eben nur eine intensive Yogarunde, die mich vielleicht körperlich nicht an meine Grenzen bringt, aber dafür beruhigt.
Genauso ist es mit Geschenken: Natürlich ist es schön, wenn ich für jeden das Geschenk finde, das zu 100% passt oder unglaublich schöne Gegenstände selbst herstelle. Natürlich suche ich w
eiterhin Geschenke, über die sich die Personen freuen werden, aber ich zerbreche mir nicht mehr ganz so sehr den Kopf. Außerdem bestelle ich häufiger mal etwas über das böse große "A" oder halte meine Geschenkideen simpel. Es bringt niemandem etwas, wenn ich total ausgebrannt unter dem Tannenbaum sitze. Dann besser mal nur 80% schaffen.

Ein Nachteil der Introvertiertheit ist, dass ich Menschen unglaublich anstrengend finde, egal, wie gern ich sie habe. Deshalb ist der Gedanke des ausgebuchten Dezembers mit all seinen Weihnachtsfeiern, Geburtstagen und besonderen Aktionen für mich auch eher ein Albtraum. Noch dazu kommt, dass bei mir der Schlaf wahnsinnig unter solchen Terminen leidet. Ich kann nicht sofort ins Bett kippen, sondern brauche erst mal meine 30-45 Minuten, ehe ich runter gekommen bin und schlafen kann. Für diese Weihnachtszeit habe ihc mir deshalb das Motto "Qualität statt Quantität" gesetzt. Ich gehe zwar schon zu allen Weihnachtsfeiern hin, verlasse diese aber auch früh genug. Die meisten Weihnachtsfeiern haben ja kein abendfüllendes Programm. So gerne ich mich mit meinen Freunden und Bekannten unterhalte, so viel besser fühle ich mich auch, wenn ich stattdessen etwas früher nach Hause gehe und mir meine Ruhe gönne.

Genuss spielt in der Weihnachtszeit auf allen Ebenen eine wichtige Rolle. Auch wenn ich mich in der Weihnachtszeit gestresst fühle, versuche ich sie, so gut es geht, zu genießen. Dazu hilft es mir zum Beispiel, einfach mal durch die dunklen Straßen zu laufen und die schönen Weihnachtsbeleuchtungen zu bestaunen. Der Geruch von Marzipan, Zimt, Nelken und Anis, der in der Weihnachtszeit allgegenwärtig ist. Das Flackern der Kerzen am Adventskranz. Der Geschmack von Schokolade, Marzipan, Nüssen und vielem mehr, wenn ich mein tägliches Lindt-Adventskalender-Türchen öffne (Herzliches Dankeschön an meine Mutter und den Lindt-Werksverkauf an dieser Stelle!) Meine geliebte Weihnachtsdeko, die nur in dieser Zeit des Jahres aus dem Keller hervorkommt.
Die meisten dieser Punkte hören sich nach Meditation an und tatsächlich ist es das ein Stück für mich. Weihnachten hat ganz bestimmte Rituale, die einige von uns schon seit der Kindheit praktizieren. Da kann es manchmal schwierig sein, diese Rituale nicht als weitere Pflicht im Weihnachtstrubel anzusehen. Aber wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, sind es doch genau diese Rituale, die die Weihnachtszeit für uns ausmachen. Weihnachten ist trotz aller Konsumkritik und allem Stress noch immer die Zeit, wo wir mit unseren Lieben zusammenkommen und genießen. Mehr braucht es nicht.

Bildquelle mittleres Bild: lumpi via Visual Hunt

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