Mittwoch, 25. Januar 2017

Meine 5 Tricks für geordnetes Chaos

Ich glaube, wenn der Aufräum-Guru Marie Kondo in meine Wohnung käme, würde sie die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ich bin zwar kein Messie, aber doch eine Sammlerin. Meine Umzüge in den letzten Jahren haben mir gezeigt, wie viel Zeug ich insgesamt habe. Unmengen. Dazu muss ich sagen, dass ich mich von allen "unwichtigen" Gegenständen bereits getrennt habe. Die Gegenstände, die ich besitze, erinnern mich an schöne Begebenheiten (Geschenke, Souvenirs), bringen mir Freude (Bücher, Bastel-& Nähzeug, Kosmetik) oder sind nützlich.
Obwohl ich für studentische Verhältnisse eine relativ große Wohnung habe, ist es mit mehr Zeug natürlich schwerer, Ordnung zu halten. Mittlerweile habe ich jedoch ein ziemlich gutes Konzept für mich gefunden.
  1. Plätze: Jeder Gegenstand bei mir hat seinen Platz. Das sind nicht nur die Inhalte meiner Geschirrschränke oder der Schreibtischschubladen. Auch Deko, Stifte, Haargummis, Kleingeld usw. hat in meiner Wohnung seinen Platz. Wenn ich Ordnung schaffe, stopfe ich deshalb nicht wahllos Gegenstände in Schubladen und Schränke, sondern räume sie zurück an ihren Platz (wo ich sie dann auch schneller wiederfinde).
  2. Immer ein Teil: Immer wenn ich eine Hand frei habe, räume ich bei Wegen durch meine Wohnung etwas an seinen Platz zurück. Nach einer Weile funktioniert das ganz automatisch und verhindert lange Aufräumsessions.
  3. Boxen und Kisten: Auch wenn hinter einer Ordnung theoretisch ein System liegt, kann es für den Außenstehenden schnell unaufgeräumt wirken. Kleinzeug wie Bastelsachen, Stoffe, Zeitschriften, Sportequipment (Yogablock, elastisches Band...) bewahre ich deshalb in Kisten und Boxen auf. Die sehen von außen schön aus (ich nehme gern Boxen von Ikea oder TK Maxx), schützen vor Staub und Dreck und schaffen gleichzeitig Ordnung. Außerdem hat man zusammen gehörende Sachen dann immer am selben Platz.
  4. Raum nutzen: Meine Wohnung ist in einem Altbau, sodass ich über drei Meter hohe Decken habe. Diesen Platz nach oben nutze ich sinnvoll aus. Zum einen habe ich extra hohe Möbel, zum anderen stapeln sich die eben genannten Boxen auf den Schränken, was aber durch die Boxen weniger unordentlich aussieht.
  5. Raumteiler: Hier ist mir kein besseres Wort eingefallen, dabei meine ich nicht die klassischen Raumteiler, sondern Dosen und Boxen, mit denen man Ordnung in Schränken und Schubladen schaffen kann. In meinem Kleiderschrank fliegen Socken und co. dadurch nicht einfach so herum, sondern sind immer in einer Kiste. Damit kann ich auch die volle Tiefe des Kleiderschranks nutzen, da ich einfach die ganze Box hervorholen kann (Einzelteile zu verrücken macht immer mehr Unordnung).
Ihr seht also, mein Trick ist nicht, meine Wohnung durch wenig Besitztümer ordentlich zu halten oder ständig alles in Reih und Glied stehen zu haben. Ich mag es, wenn ich Sachen schnell wegräumen kann (das erhöht nämlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich es tatsächlich tue). Durch die Boxen und Kisten sieht es dabei aber auch nicht unordentlich aus und ich finde alles schnell wieder.

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