Mittwoch, 4. Januar 2017

Wanted: Pastinake

Pastinaken wurden lange Zeit in der deutschen Küche ignoriert, obwohl sie dort eine lange Tradition haben. Mittlerweile werden sie aufgrund ihrer Vielseitigkeit jedoch wieder sehr gern benutzt. Das kommt der Gesundheit zugute - die Pastinake ist nämlich ein weiteres Wunderwerk der Natur!



Was ist die Pastinake?

Botanisch sind Pastinaken Kreuzungen zwischen Möhren und Petersilie. Äußerlich ähneln sie deshalb Petersilienwurzeln sehr, schmecken aber etwas süßlicher. Die Geschichte der Pastinaken lässt sich bis ins Römische Reich zurückverfolgen. Bis ins 18. Jahrhundert waren Pastinaken praktisch auch in jedem deutschen Kochtopf zu finden. Danach ging die Verwendung stark zurück, da die Pastinake von der Kartoffel verdrängt wurde.

Warum Pastinaken?

Pastinaken gehören zu den vitaminreichen Wurzelgemüsen und sind gerade im Winter eine wichtige Nährstoffquelle. Sie enthalten viermal so viele Ballaststoffe, Proteine, Kalium und Vitamin C wie Möhren. Nichtsdestotrotz enthalten Pastinaken auch cica 12g komplexe Kohlenhydrate auf 100g Gemüse (Zum Vergleich: 100g Kartoffeln enthalten 17g Kohlenhydrate).
Pastinaken enthalten außerdem viele B-Vitamine, Eisen, Zink und Kalzium, sowie ätherische Öle mit leicht antiseptischer Wirkung. Zu guter letzt sind Pastinaken arm an Phosphaten, was sie zu einem leicht bekömmlichen Gemüse auch für Babys macht.

Wie wird die Pastinake genutzt?


Pastinaken haben unendlich viele Einsatzmöglichkeiten. Klassischerweise wird die Pastinake in Suppen und Gemüsepürrees eingesetzt. Geraspelt kann sie aber auch in den Salat. Alternativ kann dünn geschnittene Pastinake auch zu Chips frittiert werden. Früher wurden Pastinaken auch zu Sirup gekocht und zum Süßen verwendet.

Übrigens 
  • Pastinaken-Saft wurde bei der Pest-Epidemie im 14. Jahrhundert als Heilmittel verwendet. Die Pflanze heißt deshalb auch "Pestnacken".
  • Im Donald-Duck-Comic "Das Goldene Vlies" gilt Pastinakenpudding als ungenießbare Mahlzeit. Das wird bei Donaldisten deshalb immer wieder zelebriert.
  • Das Aroma von Pastinaken kann sich - im Gegensatz zu den meisten anderen Gemüsen - erst durch Frost richtig entfalten. 
Bildquellen: ©HTO3 (CC BY-SA),  avlxyz (CC BY-SA)via Visualhunt.com

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