Mittwoch, 1. Februar 2017

Mealprep like a pro

Für mich ist es mittlerweile ein nettes Ritual geworden: An einem Nachmittag am Wochenende suche ich mir eine interessante Dokumentation heraus und verbringe die nächsten Stunden damit, mein Essen für die nächste Woche vorzubereiten. Bisher beinhaltete das vor allem, dass ich meine täglichen Salate vorbereitet und gebacken habe. In den letzten Wochen habe ich jedoch deutlich mehr Aufwand betrieben und tatsächlich schon fast alle Mahlzeiten für die Woche vorbereitet. Für mich hat das mehr als einen Vorteil.

Wenn ich für die ganze Woche Essen vorbereite, muss ich mich unter der Woche nicht zum Kochen hinstellen, sondern maximal Nudeln kochen und ansonsten etwas aufwärmen. Das ist eine enorme Zeitersparnis, denn ich  verbringe sonst mindestens eine halbe Stunde am Tag mit Kochen. Das mag vielleicht augenscheinlich nicht viel sein, fehlt mir aber häufig, wenn ich gerade im Stress bin. Abgesehen davon ist es deutlich gemütlicher, nach Hause zu kommen und nur etwas in die Mikrowelle zu schieben - es erinnert mich ein bisschen daran, als ich noch zuhause gewohnt habe. Ein weiteres großes Argument ist für mich außerdem, dass ich durch Mealprep nur einmal pro Woche Messer, Nicer Dicer, Töpfe und Pfannen spülen muss. Ich hasse spülen mehr als alles andere und bin deshalb froh, wenn ich auch das an einen Tag auslagern kann und unter der Woche nur ein bisschen Geschirr und Besteck spülen muss.
Gedünsteter Brokkoli und Möhren, Chili, Kidney-Bohnen-Bällchen, Kürbis-Rahm, Tomatensauce

Leider ist nicht jede Mahlzeit fürs Mealpreppen geeignet. Meiner Erfahrung nach funktionieren Suppen und Eintöpfe und Saucen am besten. Knuspriges Pfannengemüse wird durch die Lagerung im Kühlschrank (und das Aufwärmen in der Mikrowelle) labrig. Umso besser funktioniert es, trockene Beilagen wie Reis, Hirse oder Nudeln zu kochen oder Gemüse zu dämpfen (in letzter Zeit meine liebste Zubereitungsart für Möhren und Brokkoli).
Im Übrigen kann ich euch nur raten, die Gerichte beim Vorkochen nur vorsichtig abzuschmecken. Oft entfalten sich die Aromen gerade dadurch, dass die Gerichte noch länger ziehen können. Ich persönlich würze lieber direkt vor dem Essen nach, als dann ein total überwürztes Essen zu haben.
Schokokuchen, Möhrenwürfel, Romesco-Kichererbsen, Chinesische Gemüsesuppe mit Nudeln, Deviled Chickpeas mit Reis, Spitzkohl

Welche Voraussetzungen muss denn die Küche erfüllen, um erfolgreich mealpreppen zu können? Zunächst einmal empfehle ich ein gutes, scharfes Messer. Nichts ist ermüdender, als wenn man stundenlang mit einem stumpfen Messer das Gemüse säbelt. Reiben, Raspeln und co. sind ebenfalls euer Freund - und lohnen sich, weil ihr sie ja im großen Stil benutzt.
Ebenfalls unerlässlich ist ein Set guter Dosen in verschiedenen Größen. Die Dosen sollten sehr gut dicht halten und mikrowellenfest (ggf. auch spülmaschinenfest) sein. Ich habe dieses Set* von Lock & Lock-Dosen in zweifacher Ausführung und benutze die einfachen, runden Dosen von Ikea.
Tut euch zum Anfang den Gefallen und kocht erst mal weniger Mahlzeiten vor - ich habe mich zu Anfang extrem schwer damit getan, einzuschätzen, wie viel meine Dosen fassen und vor allem, wie ich die im Kühlschrank stapeln kann. 

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