Dienstag, 11. April 2017

So entgehst du der Supermarktfalle

Gesunde Ernährung scheint zunächst einmal einfach: Viel Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte, ab und zu Fleisch, Fisch oder Eier. In der Praxis sieht es für die meisten deutlich schwieriger aus. Da wartet doch noch ein Schokopudding im Kühlschrank oder die Zutaten für den Salat sind nicht eingekauft - da muss man wohl doch eine Pizza bestellen. Gesunde Ernährung startet also nicht etwa zuhause, sondern im Supermarkt. Nur wollen die Supermärkte und Nahrungsproduzenten nicht wirklich, dass wir gesunde Produkte kaufen. Für sie bringt es am meisten Gewinn, wenn wir billig produzierbare verarbeitete Produkte kaufen und am besten möglichst viele davon. Entsprechend sind die Supermärkte aufgebaut und strukturieren ihre Angebote. Wer sich jedoch gesund ernähren will und sich keinen Einkauf im Bioladen leisten kann, muss deshalb genau aufpassen. In den letzten Jahren konnte ich jedoch einige Tricks sammeln und ich hoffe, dass sie euch auch helfen!

Prinzipiell sind Angebote natürlich nichts Schlechtes. Denn häufig sind auch frische Produkte im Angebot. Wenn man jedoch auf der Suche nach solchen Angeboten den Supermarkt  betritt, schaltet man oft in den generellen "Schnäppchen-Modus" und auch ungewünschte Produkte landen im Einkaufswagen. Deshalb versuche ich immer schon vorher herauszufinden, welche Angebote es gerade gibt. Dazu gibt es mittlerweile auch Apps oder Online-Prospekte, sodass ihr nicht mehr auf die Werbeeinwürfe. Die günstigen Lebensmittel integriere ich dann einfach in meinen Essensplan für die nächste Woche und so landen sie schließlich auch auf meiner Einkaufsliste. Im Supermarkt selbst gehe ich dann nur noch nach dieser Liste und weiß, dass ich alle für mich relevanten Angebote bereits abgegrast habe.


Ein weiterer Trick von mir ist, so wenig Zeit wie möglich im Supermarkt zu verbringen. Werbungen und Angebote sind heutzutage so gut gestaltet, dass es enorm schwierig ist, sich davon loszumachen. Je weniger Zeit man jedoch im Supermarkt verbringt, desto weniger Möglichkeiten hat die Werbung, einen zu beeinflussen. Dazu gehört für mich erst einmal gute Vorbereitung, sprich ein Einkaufszettel. Wenn man genau weiß, was man will, muss man auch nicht ziellos an den Regalen vorbeilaufen, nur um besonders attraktive Angebote oder leckere, ungesunde Lebensmittel zu entdecken.
Wer diesen Punkt weitertreiben will, kann auch aus jedem Supermarktgang einen Wettlauf machen: Einfach die Stoppuhr auf dem Handy starten, wenn ihr den Supermarkt betretet und nach dem Verlassen beenden. Wie lang braucht ihr für einen typischen Supermarktbesuch? Könnt ihr die Zeit unterbieten? Wo könnt ihr noch schneller sein?

Außerdem versuche ich, dem Supermarkt nicht meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Ich finde nämlich einkaufen ziemlich langweilig. Um es wenigstens ein wenig interessanter zu gestalten, lese ich dann oft irgendwelche Schilder und finde so allzu schnell ganz tolle Angebote, die ich natürlich haben muss.
Die Alternative dazu ist, dass ich meinen Kopf irgendwie anders beschäftige. Für mich hat es sich dazu am besten bewährt, wenn ich während des Einkaufens Podcasts höre. Ganz selten kommt es zwar dann dazu, dass im Podcast von einem leckeren Essen vorgeschwärmt wird und ich meine bisherigen Pläne über den Haufen werfe, aber meistens lenkt der Podcast mich genug ab, dass ich nicht mehr mache, als die Lebensmittel von meiner Einkaufsliste in meinen Einkaufswagen zu tun. Alternativ kann man natürlich auch Musik hören. Wer sich stark herausfordern will, kann auch versuchen, die Einkaufsliste vorher auswendig zu lernen - dann solltet ihr aber ziemlich gut darin sein, um nichts von eurer Liste zu vergessen!

Was sind eure Tricks, um der Supermarktfalle zu entgehen?

Bildquellen: 1Flatworld (CC BY-NC-ND),  Caden Crawford (CC BY-ND) via VisualHunt

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen